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Strategie des Bistums Fulda gegen Missbrauch

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Das Bistum Fulda hat seine Strategie gegen Missbrauch erläutert
Das Bistum Fulda hat seine Strategie gegen Missbrauch erläutert © Bistum

„Vorbeugen und eingreifen, hinsehen und handeln“: im Bistum Fulda haben die Erfahrungen von Fällen sexualisierter Gewalt, Machtmissbrauch sowie den Fehlern, die im Umgang damit gemacht wurden, zu weitreichenden Maßnahmen geführt.

Fulda Eine unabhängige Kommission untersucht und arbeitet diese Vergangenheit jetzt systematisch und konsequent auf. Der Perspektive der Betroffenen komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Gleichzeitig gelte es, präventiv zu wirken und achtsam zu sein. FULDA AKTUELL hatte dieser Problematik am vergangenen Wochenende eine Titelgeschichte gewidmet.

Auch im Bistum Fulda hatte es in der Vergangenheit Fälle von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch gegeben. Die Aufarbeitungskommission des Bistums hat ihre Arbeit im September 2021 aufgenommen, nachdem sich der Betroffenenbeirat gebildet hatte und so die Beteiligung der Betroffenen an der Aufarbeitung gesichert war.

Die Kommission besteht aus neun Personen, ist multiprofessionell aufgestellt und überwiegend mit externen Experten besetzt: Juristen, Fachleute aus den Bereichen Verwaltung, Organisation und Psychologie. Hinzu kommen zwei Vertreter aus dem Betroffenenbeirat sowie ein Mitarbeiter, der im Archiv der Diözese tätig ist.

Die Kommission arbeitet vollständig unabhängig von der Diözesanleitung. Sie kann auch entscheiden, ob sie externe Dienstleistungen für ihre Arbeit hinzuzieht. Das könnten Gutachten sein, Dienstleistungen im rechtlichen Bereich oder in der Aktenaufarbeitung. Wenn die Kommission einzelne Fälle sichtet, führt sie ihre Untersuchungen ohne Rücksicht auf etwaige Funktionsträger oder Personen mit exponierten Namen aus.

„Vorbeugen und eingreifen, hinsehen und handeln“ – das sind Maßnahmen, die im Bistum Fulda kontinuierlich ausgebaut werden. Dazu gehören Schutzkonzepte in allen katholischen Einrichtungen, Verbänden und Pfarreien, Positionspapiere zur Prävention sexualisierter Gewalt, Leitlinien, Verhaltensregeln sowie Schulungskonzepte und direkte Kontaktmöglichkeiten. Verharmlosungen, Relativierungen, geringschätzige Vergleiche oder ein Kleinreden der vergangenen Vorkommnisse sind für das Bistum Fulda nicht akzeptabel.

Kontakt und Beratung

Das Bistum Fulda hat unabhängige Ansprechpersonen für Betroffene sexualisierter Gewalt: Ute Sander, Dipl.-Sozialarbeiterin und Supervisorin sowie Stefan Zierau, Dipl.-Pädagoge, Supervisor und Psychotherapeut. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit der Präventionsbeauftragten des Bistums, Birgit Schmidt-Hahnel und der Interventionsbeauftragten, Alexandra Kunkel, Kontakt aufzunehmen.

Weitere Informationen und Kontaktadressen: www.hinsehen-handeln-bistum-fulda.de .

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