Studiengebühren - eine falsche Forderung

Fulda. Die Präsidien der hessischen Fachhochschulen lehnen eine Wiedereinführung der Studiengebühren ab

Fulda. Die Präsidien der hessischen Fachhochschulen lehnen die Äußerungen von einzelnen Mitgliedern des Präsidiums der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Wiedereinführung von Studiengebühren ab. Nach einer kurzen Phase, in der in einigen Bundesländern Studiengebühren eingeführt wurden, sind diese mittlerweile wieder abgeschafft.

Die Konferenz der Hessischen Fachhochschulpräsidien (KHF) hält die Gründe für die Abschaffung nach wie vor für richtig, insbesondere:

    Ÿ  Studiengebühren sind sozial ungerecht. Insbesondere Kinder aus finanziell schlechter gestellten Familien würden ihr Berufsleben mitSchulden starten. Diese abschreckende Wirkung hätte negative Folgen im Hinblick auf den bestehenden Fachkräftemangel und dieIntegrationsaufgabe.Ÿ  Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern lassen befürchten, dass Studiengebühren im Zeitverlauf eher steigen und damit die     soziale Ungerechtigkeit weiter zunimmt.Ÿ  Angesichts knapper öffentlicher Kassen und beschlossener Schuldenbremse setzt die Wiedereinführung von Studiengebühren ein          völlig falsches Signal und öffnet der öffentlichen Hand die Tür zum Rückzug aus der Verpflichtung zur Finanzierung der Hochschulen. Es  ist davon auszugehen, dass die Einnahmen dieser Studiengebühren somit nicht zur Verbesserung der Studienbedingungen führen.

Die Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien (KHF) spricht sich ausdrücklich für eine gerechte Finanzierung von Ausbildung und Studium aus. Auch nachgelagerte Studiengebühren sind kein Instrument der gerechten Studienfinanzierung. Es besteht die Gefahr, dass in komplizierte bürokratische Verfahren investiert wird und das Geld nicht dort ankäme, wo es benötigt würde. Das logische und einfache Mittel hierfür liegt im Steuersystem.

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