"SuedLink" mangelt es an Akzeptanz

+

CDU-Kreistagsfraktion stellt Notwendigkeit einer neuen Stromtrasse grundsätzlich in Frage.

Osthessen. "Der vorgesehenen Trasse von Südlink (TenneT) mangelt es an Akzeptanz in Osthessen, nicht nur wegen der Belastung im verdichteten Raum um Fulda. Die Notwendigkeit wird grundsätzlich in Frage gestellt", so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und Mitglied der Regionalversammlung Nordhessen, Dr. Norbert Herr.

Wenn Bayern es ablehne, Windstrom aus der Nordsee zu beziehen, so würde man sich fragen, was das ganze Unterfangen noch wert sei, zumal in Hessen nicht einmal Strom von dieser Leitung abgezweigt werden könne. Sollte es dennoch notwendig sein, eine solche Leitung zu bauen, so müsste man sich fragen, warum denn nicht ernsthaft der Korridor über Thüringen untersucht werde, wo wesentlich weniger Raumwiderstände auszumachen seien. "Nur weil er im Zuständigkeitsbereich von 50 Hertz liegt und nicht in dem von TenneT ist doch keine stichhaltige Begründung", so Dr. Herr.

"Führt ein notwendiger Weg tatsächlich durch Hessen, so muss eine komplette Erdverkabelung mindestens geprüft werden. Es liegt doch auf der Hand, die K+S-Pipeline von Fulda zur Oberweser hierfür zu nutzen", so der Fraktionsvorsitzende. "K+S sträubte sich aus Kostengründen gegen eine Verrohrung auf voller Länge. Das ist nun vom Tisch. TenneT favorisierte bislang aus den gleichen Gründen eine oberirdische Leitung und lehnte unterirdische, die wesentlich teurer sind, ab, bzw. sah sie nur in besonderen Fällen, z.B. in der Nähe von Siedlungsgebieten vor. Würde man beide Leitungen unterirdisch führen, stellte sich die diskutierte Problematik ganz anders dar. Wenn man die Mittel, die eine überirdische Leitung TenneT ohnehin kostet, zur Verfügung stellte, würde sich die Wirtschaftlichkeit für das Projekt der K+S bis zur Oberweser deutlich verbessern." Man hätte sozusagen "zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Damit ließe sich die Abwehrhaltung der betroffenen Bevölkerung deutlich verringern. Erst kürzlich ist dieser Wunsch in Bürgerversammlungen zum Beispiel der westlichen Stadtteile Fuldas und auch in Kalbach geäußert worden. Dr. Herr hat den Vorschlag der Bündelung beider Trassen bei mehreren Treffen, z.B. in Kassel bei der Regionalversammlung Nordhessen und zuletzt während der Anhörung zur Führung der Südlink im hessischen Landtag vorgebracht, mit der Bitte das mindestens auf die Machbarkeit hin zu überprüfen, was auch zugesichert wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Traktoren demonstrieren gegen Agrarpolitik

Über 200 Traktoren rollen durch Fulda.
Traktoren demonstrieren gegen Agrarpolitik

Jahresempfang 2020 in Poppenhausen

Rund 200 Gäste kamen zum traditionellen Empfang auf die Wasserkuppe.
Jahresempfang 2020 in Poppenhausen

Betrunkener Mann attackiert Bundespolizisten am Fuldaer Bahnhof

Ärger verursachte ein 21 Jahre alte Mann aus Bad Salzschlirf am Dienstagabend im Fuldaer Bahnhof.
Betrunkener Mann attackiert Bundespolizisten am Fuldaer Bahnhof

Ball der Stadt Fulda 2020

Tanzen, feiern, fröhlich sein – ein gesellschaftliches Highlight der Barockstadt.
Ball der Stadt Fulda 2020

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.