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Sultan in Sicht?

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Klartext von Hans-Peter EhrensbergerIn Brunei msste man in diesen Tagen wohnen. Oder in Saudi-Arabien. Nicht wegen der Temperaturen die

Klartext von Hans-Peter Ehrensberger

In Brunei msste man in diesen Tagen wohnen. Oder in Saudi-Arabien. Nicht wegen der Temperaturen die sind zur Zeit in Hessen mindestens ebenso subtropisch hei. Nein, wegen der Spritpreise. Die sind in den genannten Lndern einfach nur cool. Whrend man in den Golfstaaten (umgerechnet) nur ein paar Cent an den Tankstellen zahlen muss, ist das Schwarze Gold im ostasiatischen Sultanat fr die Untergebenen des Herrschers gnzlich kostenfrei wobei dies nicht immer mit freier Fahrt gleichzusetzen ist. Will nmlich der Monarch aus tausend und einer Nacht nchtens mit einem seiner rund 100 Porsche durch sein Reich dsen, dann werden mal eben kurz die Straen im kleinen Stadtstaat fr die Untergebenen gesperrt, damit der Sultan volle Kanne rasen kann. Wobei wir hiermit den Bogen zum derzeitigen Aufreger-Thema in westlichen Breiten gespannt htten den explodierenden Treibstoffpreisen. Gleichwohl sind nach wie vor auch hierzulande die meisten Autofahrer volle Lotte auf den Straen unterwegs, dass man sich tatschlich fragen muss: Haben die denn ein Brett vor dem Kopf oder so viel Kohle auf der hohen Kante, dass sie den teuren Sprit regelrecht aus dem Auspuff laufen lassen knnen? Von den Gefahren, die bei berhhten Geschwindigkeiten im Straenverkehr lauern, mal ganz zu schweigen. Fhrt man mit dem eigenen ko-Auto in der morgendlichen Rush-Hour ber die Autobahn zur Arbeit, dann muss man aufpassen, dass man mit seinen 120 Stundenkilometern nicht von den Brummis berholt wird; von den Sprintern im Kleinlastwagen-Sektor und den Pkw wollen wir mal gar nicht reden. Reden mssen wir jedoch darber, wie teuer der Sprit eigentlich noch werden muss, damit endlich vernnftig Auto gefahren wird. Man braucht in diesem Zusammenhang nicht auf die bsen Scheichs, den Staat und windige Spekulanten an den internationalen Rohstoffbrsen zu schimpfen Spritsparen sowie Ressourcen- und Umwelt-Schonen fngt im eigenen Kopf an, und da ist es hchste Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes gegenzusteuern und den Bleifu vom Gaspedal zu nehmen. Gemeinsam mit weiteren sinnvollen Einspartipps kann man da locker bis zu 300 Euro pro Jahr gutmachen. Sonst mssen viele demnchst vielleicht wirklich zu Fu gehen. Dann lautet das Motto wie in einer Minerall-Werbung: Im walking... Denn ein Sprit sponsernder Sultan drfte bei uns auf absehbare Zeit nicht in Sicht sein...!

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