Appell an Solidarität zwischen West und Ost

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"Tag der Deutschen Einheit" auf "Point Alpha"

Rasdorf/Geisa - Traditionell begannen die Feierlichkeiten zum "Tag der Deutschen Einheit" auf "Point Alpha" mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes. Beim sich anschließenden Festakt sprach Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

Der Familientag zum "Tag der Deutschen Einheit" wurde wieder mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Fahrzeughalle des US-Camps eröffnet. Etwa 150 Menschen fanden sich zur Kranzniederlegung am Denkmal der Deutschen Einheit vor dem US-Camp ein. Wie in jedem Jahr unterstützte die Kyffhäuser-Kameradschaft aus Rasdorf die Niederlegung der Kränze der hessischen und thüringischen Landesregierungen, Landtage sowie der beiden Landkreise im Gedenken an jene Menschen, die beim Versuch die DDR zu verlassen ihr Leben lassen mussten.

Nach der Kranzniederlegung wurde der Festakt in der Fahrzeughalle des US-Camps durch den ehrenamtlichen Vorstand der Point Alpha Stiftung, Dr. Eberhard Fennel, eröffnet. Als Redner überbrachten Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europaangelegenheiten der hessischen Landesregierung, Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Europa und Kultur, als Vertreterin des Freistaats Thüringen und Brigadegeneral Ellen Clark von den US-Streitkräften, Grußworte.

In seiner Festansprache sagte der aus Bad Salzungen stammende Christian Hirte, er könne sehr gut nachempfinden, wie es sich anfühlte, nahe der Grenze gewohnt zu haben. Sie sei mehr als eine physische Barriere gewesen und habe Freunde und Familien getrennt. Alle Deutschen seien mit solidarischer Hilfe an der Einheit beteiligt gewesen. Diese Solidarität werde jedoch noch einige Zeit gefordert sein, so Hirte. Die ostdeutsche Wirtschaft entwickle sich positiv. Die Unterschiede zu den westdeutschen Ländern werden geringer, seien aber noch vorhanden. Neben wirtschaftlichem Erfolg sei aber auch Toleranz und Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Ländern und Kulturen wichtig, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Beendet wurde der Festakt mit einem Schlusswort des Rasdorfer Bürgermeisters Jürgen Hahn.

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