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Tagespflege attraktiver machen

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Fulda. Die Betreuung von Kindern in der Tagespflege muss von der Einkommensteuer befreit bleiben. In dieser Forderung herrschte Einvernehmen bei der B

Fulda. Die Betreuung von Kindern in der Tagespflege muss von der Einkommensteuer befreit bleiben. In dieser Forderung herrschte Einvernehmen bei der Brgermeisterdienstversammlung, die auf Einladung von Landrat Bernd Woide im Georg-Stieler-Haus tagte. Sollten entsprechende Geldleistungen knftig versteuert werden, wrden damit die Bemhungen zum verstrkten Ausbau der Kinderbetreuung unterlaufen. Familien, die bereits ein Kind in Pflege htten oder zur bernahme einer solchen Aufgabe bereit seien, knnten sich diesen Schritt noch einmal berlegen.

Nur fr den Bereich der Vollzeitpflege konnte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld als zustndiger Jugenddezernent des Landkreises Entwarnung melden. In ihrer letzten Sitzung htten die Finanzminister von Bund und Lndern beschlossen, dass erst bei der Aufnahme von mehr als sechs Kindern eine steuerpflichtige Erwerbsttigkeit vorliege. Noch nicht entschieden sei hingegen die steuerliche Behandlung von Tagesmttern. Hier drohten unzumutbare Hrten fr Pflegefamilien, wenn die Kindertagespflege knftig nicht mehr steuerrechtlich privilegiert wre.

Einnahmen aus Kinderbetreuung steuerfrei belassen

Gemeinsam mit Landrat Woide uerte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wingenfeld die dringende Bitte, das Land Hessen in seiner Verhandlungsposition zu untersttzen, die darauf abziele, Einnahmen aus Kinderbetreuung generell steuerfrei zu belassen. Von einigen Brgermeistern kam die Anregung zu prfen, ob eine hnliche Regelung wie bei der Frderung des Ehrenamts nmlich ber eine steuerfreien Sockelbetrag mglich wre. Nach Einschtzung von Landrat Woide sei die Brisanz der drohenden Entscheidung in der ffentlichkeit noch nicht hinreichend deutlich geworden.

Dr. Wingenfeld appellierte an die Finanzminister der Lnder, gemeinsam mit dem Bund doch noch einen Kompromiss zu finden. Nach Angaben des Hessischen Landkreistags stelle sich die Problematik in Hessen verschrft, weil Frdermittel aus den einschlgigen Landesprogrammen rckwirkend zum 1. Januar 2007 versteuert werden mssten, sollte die Finanzministerkonferenz bei ihrer Haltung bleiben. Die Brgermeisterdienstversammlung will jetzt das Bundesfinanzministerium anschreiben und es auffordern, alles zu vermeiden, was die Tagespflege unattraktiv mache.

Nachmittagsbetreuung von Grundschlern verbessern

Zu Beginn der Zusammenkunft mit den Brgermeistern der kreisangehrigen Stdten und Gemeinden hatte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wingenfeld die grundstzliche Bereitschaft des Landkreises Fulda unterstrichen, die Kommunen bei investiven Manahmen zum Ausbau der Kinderbetreuung zu untersttzen. Auch wenn es sich hierbei um freiwillige Leistungen des Landkreises im Rahmen seiner finanziellen Mglichkeiten handeln wrde, sehen wir das gesellschaftspolitische Erfordernis, gerade bei der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern mehr zu tun.

Noch einmal ging es auf der Brgermeisterdienstversammlung um das Thema Kinderbetreuung: Die Vorsitzende Tina Walker-Hainer stellte den Verein Tages-Eltern Fulda vor, der seit November 2003 besteht und rund 60 Mitglieder in der Stadt und im Landkreis zhlt. Der Verein versteht sich als Interessensvertretung fr Tagesmtter und Tagesvter. Er bietet Erfahrungsaustausch, Fortbildung und ffentlichkeitsarbeit. Auch knnen Mitglieder eine gnstige Berufshaftpflichtversicherung abschlieen und einen Verleih fr Kinderwaren wie Sthlchen und Wagen nutzen.

Die Vorsitzende machte deutlich, dass Tageseltern hohe Qualittsansprche an ihre Ttigkeit stellten. Hier mssten manche Klischees in der Bevlkerung zurecht gerecht werden. Landrat Woide unterstrich die wichtige Bedeutung der Kindertagespflege als ergnzendes Angebot und begrte ebenso wie Jugenddezernent Dr. Wingenfeld, dass regelmig Vernetzungstreffen stattfinden, die weiter ausgebaut werden. Auf diese Weise wird gewhrleistet, dass kein Kind unversorgt bleibt, wenn einmal seine Tagesmutter wegen Krankheit oder Urlaub ausfallen sollte.

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