Aus dem Takt: Vielen geht Zeitumstellung auf den Wecker

Es ist wieder so weit: In der Nacht vom 30. auf den 31. März (in der Osternacht) werden die Uhren um 2 Uhr wieder eine Stunde vor gestellt. Die Nacht

Es ist wieder so weit: In der Nacht vom 30. auf den 31. März (in der Osternacht) werden die Uhren um 2 Uhr wieder eine Stunde vor gestellt. Die Nacht ist somit eine Stunde kürzer als sonst. Dann beginnt die Sommerzeit.

Für unsere innere Uhr ist das nicht so leicht zu verkraften: Besonders das Aufstehen am Montagmorgen nach der Zeitumstellung fällt vielen Menschen ziemlich schwer. Wir nutzen den Anlass, um einen genaueren Blick auf unsere innere Uhr zu werfen. "Wissen.de"-Autorin Alexandra Mankarios hat in Erfahrung gebracht, welche Uhren in unserem Körper ticken und was wir tun können, um sie auf die Sommerzeit einzustellen. Außerdem geht sie einer Frage nach, die sich wohl viele Menschen zweimal im Jahr zur Zeitumstellung stellen: Was bringt uns die Sommerzeit eigentlich? Viele sehen sie als die letzte Hürde, bevor der Sommer kommt: Die Umstellung auf die Sommerzeit.Sie ist gefühlt und nachgewiesenermaßen schwerer zu verdauen als die Winterzeitumstellung – eine Stunde gesunder Nachtschlaf ist in unserem eng getakteten Alltag ein hohes Gut, auf das wir nur ungern verzichten.

Vor allem Frühaufsteher haben es schwer: Wer um sechs Uhr hoch muss, wacht am Montag nach der Zeitumstellung wieder im Dunkeln auf. Aber auch, wenn der Wecker erst um sieben Uhr klingelt und die Sonne bereits aufgegangen ist – gut gelaunt und ausgeruht startet am Montag nach der Sommerzeitumstellung kaum jemand in den Tag. Kein Wunder: Den meisten fällt das Aufstehen schon an normalen 24-Stunden-Tagen schwer.Chronobiologen – so heißen die Wissenschaftler, die die innere Uhr des Menschen erforschen – haben sogar einen eigenen Begriff dafür, dass sich viele Menschen mit dem Rhythmus unserer Leistungsgesellschaft schwertun: Sie sprechen von einem "sozialen Jetlag".

Chronobiologen

"Unsere Gesellschaft ist sowieso schon etwas zu früh dran für die meisten Menschen. Wenn wir das bei der Zeitumstellung noch eine Stunde vorziehen, dann verstärken sich die Probleme noch einmal, die durch den ,sozialen Jetlag’ sowieso schon ständig bestehen", erklärt Achim Kramer, Chronobiologe an der Berliner "Charité".

Wie massiv diese Probleme sein können, zeigt ein Blick auf die Statistiken: Kurz nach der Zeitumstellung steigt der Verbrauch von Schlafmitteln und Antidepressiva. Die Krankenhäuser verzeichnen 20 Prozent mehr Herzinfarkt-Einlieferungen in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung.

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