Teilnehmer des Projekts „Wohnen, Lernen, Arbeiten“ zu Gast bei "Borussia Fulda"

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Das Projekt „Wohnen, Lernen, Arbeiten“ wurde im Oktober 2016 in Zusammenarbeit von antonius – Netzwerk Mensch, der gemeinnützigen Perspektiva GmbH und des RÜBSAM Weiterbildungszentrums (WBZ) gestartet.

Fulda. 18 Männer zwischen 20 und 50 Jahren kickten heute auf dem Kunstrasenplatz in der Johannisau in Fulda. Was nach einer ganz normalen Trainingseinheit auf dem Gelände des Hessenligisten klingt, war in diesem Fall etwas Besonderes: „Gemeinsam mit den aktiven Borussen Vedran Jerkovic, Nikola Milankovic, Matija Poredski, Kenan Mujezinovic und unter der Leitung des Trainers der dritten Mannschaft, Tolga Pekmezci, hat das erste Probetraining für Teilnehmer des Verbundprojekts ,Wohnen, Lernen, Arbeiten‘ stattgefunden“, erzählt Sebastian Möller, Sportmanager von Borussia Fulda. „Dabei handelt es sich um Asylbewerber, die in unserer Region ein vorläufiges Zuhause gefunden haben.“

Das Projekt „Wohnen, Lernen, Arbeiten“ wurde im Oktober 2016 in Zusammenarbeit von antonius – Netzwerk Mensch, der gemeinnützigen Perspektiva GmbH und des RÜBSAM Weiterbildungszentrums (WBZ) gestartet und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds und des Landes Hessen gefördert sowie vom Landkreis Fulda und der Agentur für Arbeit unterstützt und begleitet. „Es handelt sich um ein ganzheitliches Konzept zur Integration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt“, erläutert Susanne Hartmann, Leiterin des RÜBSAM WBZ, „und die gesellschaftliche Integration spielt im Rahmen des Konzepts eine wesentliche Rolle.“ Hierfür wurde Kontakt zu einem hiesigen Sportverein gesucht, und bei Borussia Fulda wurden die Organisatoren des Verbundprojekts direkt fündig. „Als Verein haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung, und wir waren uns schnell sicher, dass wir hier helfen können“, betont Sebastian Möller. Dass Fußball verbindet, hat auch die Teilnehmer des Projekts „Wohnen, Lernen, Arbeiten“ direkt überzeugt. „Ein tolles Angebot, um neue Menschen kennenzulernen und Kontakte in Fulda zu knüpfen“, so die einstimmige Meinung der Teilnehmer.

Auf den Fußballplatz vorbereitet wurden die Teilnehmer bereits im Vorfeld im Rahmen des Deutschunterrichts im RÜBSAM WBZ. „Im Sprachkurs haben wir Vokabeln rund um Freizeitaktivitäten gelernt, besonders beliebt ist natürlich der Fußball. Und damit sich alle gleich richtig gut mit dem Trainer verständigen können, gab es zusätzlich sogar eine Extrastunde zum Thema Fußball“, betont Sprachlehrerin Jasmina Kahle, die auch für die Kontakte in hiesige Vereine verantwortlich ist. Die gesellschaftliche Integration ist für Susanne Hartmann im Rahmen des Konzepts damit ein Stück weiter ins Rollen gekommen: „Die Zustimmung ist toll, und wir freuen uns darüber, dass die Teilnehmer neben dem Alltag in Schulen und Werkstätten hierdurch auch die Möglichkeit erhalten, in ihrer Freizeit einen festen Platz in der Gesellschaft zu finden.“

Weitere und vor allem auch regelmäßige Trainingseinheiten sollen für alle interessierten Teilnehmer aus dem Projekt „Wohnen, Lernen, Arbeiten“ bei Borussia Fulda angeboten werden. „Ich freue mich darauf, die Jungs besser kennenzulernen. Bei dem einen oder anderen hat man heute schon gesehen, dass neben Motivation auch Talent da ist, wobei natürlich der Spaß an der Bewegung klar im Vordergrund steht“, so Trainer Tolga Pekmeci.

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