In Tellereisen bei Hünfeld qualvoll verendeter Fuchs: 1.000 Euro Belohnung

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Tierschutzorganisation "PETA" bittet um Hinweise, um die Arbeit der Polizei nach dem Ausleger der illegalen Falle zu unterstützen 

Hünfeld - "Fulda aktuell" hatte vor Kurzem darüber berichtet, dass Spaziergänger am südöstlichen Ortsrand von Großenbach bei Hünfeld einen Fuchskadaver gefunden hatten, der mit einer Vorderpfote in einem so genannten „Tellereisen“ hing. Der Fuchs hatte sich offensichtlich mit der Falle noch auf ein Feld am Rand einer Hecke ziehen können, bevor er verendete.

Um die Suche der Polizei nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierschutzorganisation "PETA" nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden oder können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Tierquäler, der das illegale Tellereisen ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Judith Pein im Namen von "PETA". „Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft schwer verletzt fest und leidet unter Angst und entsetzlichen Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt. Dem Fallenaufsteller muss bewusst sein, dass auch Kinder schwere Verletzungen davontragen können, wenn sie in eine solche Vorrichtung hineingeraten.“

"PETA" setzt eigenen Angaben zufolge regelmäßig Belohnungen in Fällen von ausgesetzten Tieren und Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Im Falle des Fuchses hatte der heimische Umweltschützer Lothar Herzig geschrieben, die Schlag- oder Festhaltefalle sei seit dem 19. Jahrhundert als „Tellereisen“ bekannt. Sie sei nicht sofort tötend, weshalb die Tiere oft stundenlange Qualen erleiden, bevor sie sterben. Seit 1995 sei das Aufstellen dieser Falle daher europaweit gesetzlich streng verboten und zähle gemäß § 19 Abs.1. Nr. 9 Bundesjagdgesetz zu den „Tierquälerischen Fanggeräten“.

Herzig: "Die Verwendung dieser Falle kann mehrmonatige Haftstrafen nach sich ziehen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in den ausgedehnten Heckenstreifen weitere Fallen befinden, weshalb dort entsprechende Vorsicht geboten ist".

 

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