"The Band": Ein inniges Band der Freundschaft

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Kristin Heil aus Hettenhausen (vorne links) spielt derzeit in „The Band – Das Musical“ am „Theater des Westens“ in Berlin. „Fulda aktuell“ sprach mit der 24-Jährigen, die unter anderem auch in Fulda auf der Musical-Bühne stand.

Schauspielerin Kristin Heil aus Hettenhausen spielt derzeit am „Theater des Westens“ in Berlin im Musical "The Band".

Fulda/Berlin. Kristin Heil, Schauspielerin aus Hettenhausen, ist derzeit im  Berliner „Stage Theater des Westens“ engagiert und spielt dort die Rolle der jungen Claire in „The Band – das Musical“. „Fulda aktuell“ sprach mit der jungen Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin, die bereits bei mehreren Musical-Produktionen des „Musical Sommer Fulda“, am „Landestheater Eisenach“ und bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ mitwirkte.

Fulda aktuell: Wie bist du zu der Rolle der jungen Claire bei „The Band“ gekommen?

Kristin Heil: Eine Freundin las von der Ausschreibung und meinte: „Hey, die suchen Schauspielerinnen.“ Und ich dachte so: „Warum nicht?“ Und bin tatsächlich ganz unbefangen zu diesen Vorsprechen gefahren.

FA: Warst du selbst einmal „Take That“-Fan?

KH: Hmm... ich kannte schon die Musik, würde aber nicht sagen dass ich ein Fan war, weil es doch eher vor meiner Zeit war. Durch das Musical habe ich aber definitiv Gefallen an ihren Songs gefunden.

FA:  Wie lange wurde insgesamt für die Produktion geprobt?

KH: Wir hatten am 4. März dieses Jahres Probenbeginn und haben sechs Wochen geprobt – was in der Regel eine klassische Länge der Probenzeit ist.

FA:  Was bedeuten Songs aus deiner eigenen Vergangenheit für dich?

KH: Es ist spannend zu beobachten, welche Gefühle in einem hervorgerufen werden, wenn man wieder Songs aus seiner Vergangenheit hört. Altes Erlebtes wirkt plötzlich so nah und präsent. Ein Gefühl, das wir uns alle vorstellen können und das auch so gut tut. Einmal für drei Minuten pro Song wieder 16 sein.

FA: Gibt es einen Lieblingssong, mit dem du ein Lebensereignis verbindest?

KH: „September“ von „Earth, Wind and Fire“ ist eines der Lieblingslieder meiner Mutter. Als kleines Kind hörte sie ständig diese Musik. Wenn ich heute dieses Lied höre, gibt es mir ein Gefühl von Zuhause.

Schauspielerin Kristin Heil.

FA: Wie war die Zusammenarbeit mit Tim Firth, und den „Take That“-Sängern?

KH: Tim Firth ist ein großartiger Mensch und Autor. Seine Intensionen und Ideen sind so „fühlbar“. Ihm war und ist es wichtig , dass die Geschichten in diesem Stück aus dem Leben gegriffen sind, jeder Mensch sich damit identifizieren kann. Seine Zusammenarbeit mit Gary Barlow war und ist demnach ein Herzensprojekt. Die beiden sind im gleichen Ort aufgewachsen. Es gibt viele Parallelen, die alle in das Stück mit einflossen. Die erste Leseprobe, als Tim von der Idee sprach, wie überhaupt und warum es zu diesem Stück gekommen war, war so poetisch und gefühlvoll, dass am Ende seiner Rede kein Auge trocken blieb. Wir haben echt alle geheult :D. Trotz der Sprachbarriere, da das Musical vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurde, ist die Intensität keinesfalls weniger als im Original. Und das er dies geschafft hat, ist ein positiver Aspekt für das Stück. „Take That“, der musikalische Rahmen des Stückes, ist toll! Diese Herren sind ganz liebevolle, ehrliche Menschen. Zwar hatten sie nicht allzuviel Zeit für uns, aber man spürte, dass ihnen dieses Projekt genauso am Herzen liegt wie jedes ihrer Alben.

FA: Was ist das Besondere an „The Band“?

KH: Freundschaft! „The Band“ ist eine kleine Doppeldeutigkeit und bedeutet in unserem Falle „Das Band“, das Freundschaftsband. Fünf Mädchen – absolute Fans einer Boyband – leben in ihrer eigenen Welt. Die Jungs verehren, zusammen fertig machen für ein Konzert. Eben der ganz normale Teenager-Wahnsinn. Durch einen Schicksalsschlag trennen sich die Wege und nach 25 Jahren finden sich diese Mädchen als Frauen wieder . Wir alle haben diese Freunde aus unser Jugend oder dem Kin. W, und wie oft sitzt man zuhause und fragt sich: „Hey, wie geht es wohl eigentlich meiner besten Freundin aus der Grundschule?“

Natürlich, ich sage das mit einem Alter von 24 Jahren. aber in den Proben zu diesem Stück kamen mir und meinen Kollegen alle diese Gedanken, wie wichtig es eben ist, sich an diese Menschen zurück zu erinnern und auch einfach mal zu sagen: „Ich rufe diese Leute jetzt an, egal wie wir früher auseinander gegangen sind, sind wir einen bestimmten Teil unseres Lebens gemeinsam gegangen, haben uns geprägt, uns unterstützt und dieser Lebensabschnitt mit diesen Menschen hat uns zu dem gemacht was wir heute sind. Alltägliche Geschichten, Lebensumstände, die wirklich jeder kennt, werden in diesem Stück behandelt. Es ist eine Achterbahn der Gefühle sondergleichen. In der einen Sekunde fängst du an zu lachen und in der nächsten stehen Dir die Tränen in den Augen. Und das zwei Stunden ohne Pause durch. Man lacht und weint aus Freude, man weint aus Trauer, aus Mitgefühl. Man darf aufstehen und feiern, als wäre man auf einem Konzert. Und es ist definitiv ein Musical für jede Altersklasse. Nicht nur für ehemalige „Take That“-Fans. Und in diesem Stück kann man tatsächlich auch dazu verleitet werden, einer zu werden ;).

FA: Gibt es schon Pläne, was du nach dem Engagement in Berlin machen wirst?

KH: Wir spielen bis zum 15. September am „Theater des Westens“ in Berlin und sind vom 10. Oktober bis zum 3. November am „Deutschen Theater“ in München. Als Schauspieler oder Schauspielerin geht man immer das Risiko ein, danach erstmal keinen Job zu haben. Derzeit weiß ich es noch nicht. Ich werde hier und da schon sicher an ein paar Theatern spielen, aber wo genau die Reise hingeht, ist noch offen. Und ich freue mich darauf :)!

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