Titanic-Premiere in Bad Hersfeld: Lieben, leiden, untergehen

Das Musical "Titanic" feierte Premiere bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
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Das Musical "Titanic" feierte Premiere bei den "Bad Hersfelder Festspielen".

Fulminante zweite Premiere bei den "Bad Hersfelder Festspielen" mit dem begeisternden Musical "Titanic".

Bad Hersfeld - „Titanic“ in der Bad Hersfelder Stiftsruine ist ein Ereignis. Ein musikalisches Monument. Gestern feierte das Musical von Maury Yeston (Musik, Liedtexte) und Peter Stone (Story) in der Inszenierung von Stefan Huber bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ seine fulminante Premiere.

„Titanic“ ist ein fesselndes Musical, das den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in den Bann zieht. Die Musik des inzwischen 72-jährigen Komponisten hat nahezu sinfonische Ausmaße. Grandios umgesetzt wird das vom Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben im Orchestergraben.

Brillantes Ensemble

Auf der Bühne hingegen brillieren die rund 40 Darsteller mit Spielfreude und starken Stimmen. Das Ensemble stellt Besatzung und Passagiere des am 14. April 1912 im Nordatlantik gesunkenen - damals größten – Schiffes der Welt dar. „Unser Ältester ist 73 und unser Jüngster Mitte 20. Das entspricht dem, was mir vorschwebt für dieses Stück, das auch ein Sinnbild für die Gesellschaft ist“, sagte Regisseur Huber über seine Inszenierung.

Und genau diese personelle Vielfalt macht „Titanic“ aus. Von den jungen, lebensfrohen Paaren wie Alice und Edgar Bean (Kristin Hölck und Rolf Sommer) oder Caroline Neville und Charles Clarke (Anja Backus und Konstantin Zander) aus der zweiten Klasse bis hin zu den Millionären der damaligen Zeit wie Ida und Isidor Strauss (Christine Rothacker und Uwe Drewes), den drei irischen Kates (Gabriela Ryffel, Melanie Gebhard und Veronika Hörmann), die in der dritten Klasse reisen und in Amerika ihr Glück machen wollen, stellt das Ensemble einen Querschnitt dar, der für die gesamte damalige (Klassen-)Gesellschaft bezeichnend ist.

Meterhohe Buchstaben

Huber hat die Klassen streng farblich abgetrennt: Creme für die Oberschicht, Grau für die Mitte und schwarz für die dritte Klasse. Die Kostüme von Susanne Hubrich, das Lichtdesign von Ulrich Schneider und die Tonmischung von Jörg Grünsfelder tragen ebenfalls dazu bei, den Untergang der „Titanic“ glaubhaft zu machen.

Bemerkenswert ist das wandlungsfähige Bühnenbild von Timo Dentler und Okarina Peter. Mit wenigen Mitteln sind Decks, Kommandobrücke und nicht zuletzt die Schieflage des Schiffes am Ende perfekt umgesetzt. Die rund fünf Meter hohen Buchstaben „TITANIC“ beeindrucken und sorgen für den ersten großen Jubel im Publikum, als das Schiff zur monumentalen Ensemblenummer „Gute Fahrt“ in See sticht.

Die Solostellen, Duette und Terzette sind klangvoll, aber die gewaltige stimmliche Pracht, die das gesamte Ensemble an manchen Stellen entfaltet, droht die Stiftsruine zum Bersten zu bringen - im positivsten Sinne natürlich.

Kapitän E. J. Smith (Michael Flöth), Schiffskonstrukteur Thomas Andrews (Alen Hodzovic) und Eigner J. Bruce Ismay (Frank Winkels) stellen das Herz der Crew dar. Besonders hervorzuheben sind Davis Arnsperger als Heizer Frederick Barrett, Andreas Bongard als Funker Harold Bride und Mathias Schlung als Steward Henry Etches. Alle aufzuzählen würden den Artikel sprengen, doch das Publikum wird bei „Titanic“ in Bad Hersfeld in jeder Rolle des Ensembles von versierten, stimmlich und schauspielerisch präsenten Darstellern verwöhnt. Die Choreografie von Melissa King trägt die großen Ensembleszenen.

Fesselnd vom Anfang bis zum Ende

Was man allerdings nicht erwarten darf, sind Musicalsongs, die ins Ohr gehen. Man muss sich an die Musik gewöhnen. Sie auf sich wirken lassen, sich von dem Sound des Orchesters und der Sänger tragen lassen. Hat man dies einmal getan, dann erkennt man die Leitmotive, die sich wie ein roter Faden durch die rund zweieinhalbstündige Inszenierung ziehen, die vom Anfang bis zum Ende fesselt und mitreißt.

Insgesamt ist „Titanic“ in der Bad Hersfelder Stiftsruine eine Ensemble-Meisterleistung, die keine Schwächen zeigt und bei der regenreichen Premiere für minutenlange stehende Ovationen sorgte.

Tickets – allerdings nicht mehr viele - gibt es unter der Telefonnummer 06621/640200 oder unter www.bad-hersfelder-festspiele.de . Bis zum 20. August gibt es noch 20 Vorstellungen in Bad Hersfeld.

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