Tödlicher Glatteisunfall im Bahnhof Neuhof: Verfahren eingestellt

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Bild vom Prozessauftakt vor einigen Wochen

Vorsitzender Richter: Verkettung unglücklicher Umstände / Geldauflage für vier Angeklagte

Neuhof - Mit hohem Interesse der Öffentlichkeit hatte vor einigen Wochen vor dem Landgericht Fulda der Prozess um den tödlichen Glatteisunfall einer Schülerin am Bahnhof Neuhof begonnen. Am Dienstag ist das Verfahren gegen eine Geldauflage für die vier Angeklagten eingestellt worden. Ursache für den Tod der 16-Jährigen sei eine Verkettung unglücklicher Umstände, urteilte die Kammer.

Der Vorsitzende Richter hob am Dienstag den extremen Winter hervor, kombiniert mit Sorglosigkeit, den zahlreichen Schülern am Bahnsteig und vor allem den großen Schwachstellen durch das System der Deutschen Bahn mit Tochtergesellschaften und Subunternehmen. Die Staatsanwaltschaft war davon ausgegangen, dass der Bahnsteig am Tag des Unfalls nicht durchgängig und auf einem zu schmalen Stück von Schnee und Eis geräumt war.

Die Mutter der  Schülerin, die als Nebenklägerin in dem Prozess aufgetreten war, zeigte sich laut "hessenschau.de" anschließend verständnisvoll. Sie habe nur Aufklärung gewollt, aber keine Vergeltung, sagte sie. Gegen die Entscheidung des Gerichts gibt es keine weiteren Rechtsmittel, da eine Verfahrenseinstellung kein Urteil ist.

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