„Tolles Team mit Typen“

Voller Vorfreude auf die kommende Saison: Sebastian Möller rechts), Manager der „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“, und Neuzugang Moritz Reinhard aus Offenbach.
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Voller Vorfreude auf die kommende Saison: Sebastian Möller rechts), Manager der „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“, und Neuzugang Moritz Reinhard aus Offenbach.

„Fulda aktuell“-Gespräch: Die „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“ vor dem Saisonstart am 14. August

VON BERTRAM LENZ

Fulda. Lange dauert es nicht mehr, dann wird die neue Saison 2021/22 der „Lotto Hessenliga“ angepfiffen. Und es gibt eine Neuerung: Die Meisterschaftsspiele werden im Rahmen eines alternativen Modells bestritten, denn die Liga wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Gruppenphase, die in Hin- und Rückrunde gespielt wird, schließt sich eine Auf- und Abstiegsrunde an. Mit dabei sind auch fünf Teams aus dem Kreis Fulda, die in Gruppe A antreten: Die „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“, SV „Buchonia“ Flieden, SV Neuhof, SV Steinbach und der Hünfelder SV.

Die Barockstädter, die trotz sportlicher Qualifikation als Tabellenführer in der vergangenen „Corona-Saison“ nicht in die Regionalliga haben aufsteigen dürfen, treten zum Auftakt am kommenden Samstag, 14. August, um 14 Uhr im Derby zu Hause im Stadion Johannisau gegen Flieden an. Über sportliche Ambitionen und vieles mehr ging es bei einem Redaktionsgespräch, zu dem auf Einladung von „Fulda aktuell“ SG-Manager Sebastian Möller und Stürmer Moritz Reinhard ins Verlagshaus gekommen waren.

Der 25-Jährige, gebürtig aus Elters in der Rhön, ist nach zwei Regionalliga-Spielzeiten bei „Kickers Offenbach“ nach Fulda gewechselt und soll für die notwendigen Tore sorgen. Bei den Kickers war er in 40 Regionalligaspielen auf neun Treffer gekommen. Da die Heimspiele der „SG Barockstadt“ mit nur einer Ausnahme allesamt samstags sein werden, will Reinhard die Zeit finden, an Sonntagen die Begegnungen seines Heimatvereins „SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach“ zu besuchen. Zumal dort sein Bruder am Ball ist, seine Mutter die Kuchen backt und der Vater an der Kasse sitzt.

„Ich sehe mich als Arbeiter, der sich mit Kampf, Einsatz und Leidenschaft in den Dienst des Teams stellt“, so Reinhard, der seinen Bachelor in Sportökonomie gemacht hat und im Herbst an der „Hochschule Fulda“ den Master schaffen will. Die beruflichen Perspektiven seien auch ein Grund für den Wechsel nach Osthessen gewesen. Bei der „SG Barockstadt“ sei er toll aufgenommen worden, und gemeinsam wolle man „oben anklopfen“.

Mit Ambitionen

Eine Ambition, die auch Manager Möller unterstreicht. Die Konkurrenz sei im Vergleich zum letzten Jahr immens gewachsen. Zu „Hessen Dreieich“ gesellten sich jetzt die beiden Absteiger aus der Regionalliga, „Bayern Alzenau“ und „Eintracht Stadtallendorf“, sowie die Teams von Hanau 93, „Türk Gücü“ Friedberg und „RW Walldorf“, die alle um den Aufstieg kämpfen werden. „Wir haben rund um unseren Coach Sedat Gören, seinen Assistenten Atilla Güven und Torwarttrainer Witold Sabela ein sehr gutes Team zusammen und uns im Vergleich zu den letzten Jahren nochmals punktuell verstärkt“, so Möller und schwärmt von den „Typen, die nochmal eine neue Qualität in die Mannschaft gebracht haben“.

Dies sei auch in der Vorbereitung beziehungsweise beim Trainingslager in Leipzig deutlich geworden. Neben Moritz Reinhard gibt es folgende Neuzugänge: Torwart Igor Markovic´ vom FK Sloga Doboj, die Abwehrspieler Marius Grösch FC „Carl-Zeiss“ Jena) und Niklas Budesheim U 23 der „SGB“) sowie die Mittelfeldspieler Johannes Hofmann FC Gießen) und Leon Wittke SV Steinbach).

Die Verantwortlichen legen ein besonderes Augenmerk darauf, dass, wenn immer es geht, bei den Neuzugängen zuerst Spieler aus der U 23 und aus der Region berücksichtigt werden. „Wir sind fest in der Region verwurzelt und unser eingeschlagener Weg trägt Früchte, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ambitionierter Hessenliga-Fußball ist aber keine Selbstverständlichkeit, das funktioniert nur mit verlässlichen Partnern. Wir haben in Fulda zwar bereits ein gutes Fundament an Unterstützern für unseren Verein, aber ich hoffe, noch den ein oder anderen neuen Partner für uns zu gewinnen.“ Gerade in der Jugendarbeit würde Möller sich noch über weitere Unterstützer freuen. Die „SGB“ ist mit ihren Jugendteams durchgehend von der U 14 bis in die U 19 in Hessens höchster Spielklasse vertreten und präsentieren Fulda als „kleines gallisches Dorf“ gegen die großen Nachwuchsleistungszentren von Vereinen wie Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach oder Darmstadt 98.

„Allen voran Firmen wie unser Hauptsponsor, die ,R+S Group‘ oder auch beispielsweise ,Förstina-Sprudel‘, engagieren sich stark in unserer Jugendarbeit und dafür sind wir sehr dankbar. Die Unternehmen haben für sich erkannt, dass wir unsere jungen Leute in der Region halten müssen, und da ist eine nachhaltige leistungsorientierte Jugendarbeit im Fußball sicher auch ein Baustein.“ Gleichwohl ist der Verein auf der Suche nach weiteren Partnern, „da wir nicht stehen bleiben wollen“. Denn große Ereignisse werfen laut Möller ihre Schatten voraus, an deren Spitze der geplante Umbau des Stadions durch die Stadt Fulda steht. Hier soll der erste Bauabschnitt im November starten und zunächst die Bereiche in den Kurven runderneuert werden. In einem zweiten Schritt werde dann die Tribüne folgen. Der Frust um den „Nicht-Aufstieg“ ist dem Manager zufolge abgehakt, jetzt greife man voller Elan wieder an.

Wichtig für die Zuschauer

Unabhängig ob ungeimpft, geimpft oder genesen, es gibt keine Einschränkungen beim Zugang zum Stadion, und es wird auch kein negativer Coronatest benötigt. Zugelassen sind 1.808 Zuschauer und das mit dem aktuellen Hygienekonzept bis zu einem Inzidenzwert von 100. Der Verein bietet, wie bereits im letzten Jahr, Online-Tickets über die Homepage der „SG Barockstadt“ an, es wird aber auch an den Spieltagen wie gewohnt eine Tageskasse geben, an der Karten gekauft werden können. Beim Betreten des Stadions besteht die Pflicht zum Tragen des Mund- und Nasenschutzes. Sobald man seinen Platz eingenommen hat, ist dann kein Mund- und Nasenschutz mehr nötig.

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