"Kegelspiel"-Region bei Urlaubern und Tagesgästen gefragt 

Der Vorstand der "TAG Hessisches Kegelspiel": Manuela Henkel (Bürgermeisterin Geisa), Benjamin Tschesnok (Bürgermeister Hünfeld), Jürgen Hahn (Bürgermeister Rasdorf), Jörg Bachmann (Schatzmeister), Peter Schaum (Gastronom), Christine Jecker (Geschäftsführerin), Hermann-Josef Scheich (Bürgermeister Eiterfeld), Marion Frohnapfel (Bürgermeisterin Nüsttal), Anemone Gutberlet (Mitarbeiterin in der Touristinformation, von links).

"Touristische Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel" (TAG) zieht trotz Corona-Pandemie positive Bilanz 

Hünfeld - Steigende Nachfragen, steigende Übernachtungszahlen und steigende Mitgliederzahlen weist die Bilanz der "Touristischen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel" (TAG) auf. Wie der Vorsitzende, Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn, und Geschäftsführerin Christine Jecker im Rahmen der Mitgliederversammlung berichteten, setzte sich der insgesamt positive Trend trotz der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr fort, die Region sei bei Urlaubern und Tagesgästen gefragt, betonte Jecker.

Darauf deuten auch die offiziellen Statistiken hin, die allerdings nur einen Teil der Realität widerspiegeln, betonte Jecker, zumal kleinere Betriebe unter zehn Betten, wie sie im "Kegelspiel" häufig anzutreffen seien, in den offiziellen Statistiken nicht berücksichtigt würden. Auch für Thüringen lägen ortsbezogene Zahlen vor. Deshalb habe der Vorstand entschieden, sich künftig nicht mehr auf die offiziellen Übernachtungsstatistiken bei der Beurteilung des touristischen Geschehens in den jeweiligen Orten zu stützen.

Die eigentlich für März geplante Jahreshauptversammlung hatte wegen der Corona-Pandemie erst im September stattfinden können. Deshalb musste auch die Ergänzungswahl zum Vorstand verschoben werden, nachdem der frühere Geisaer Bürgermeister Martin Henkel in den Thüringer Landtag gewechselt war. Seine Amtsnachfolgerin Manuela Henkel, kraft Amtes als Bürgermeisterin ohnehin Mitglied des Vorstandes, wurde durch die Versammlung einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Besonders erfreulich war aus Sicht von Jecker, dass sich zahlreiche Betriebe und touristische Leistungserbringer neu der touristischen Arbeitsgemeinschaft angeschlossen hätten. Damit sei die Zahl der Mitglieder auf 117 einschließlich der sieben Mitgliedskommunen Hünfeld, Nüsttal, Burghaun, Geisa, Rasdorf, Eiterfeld und Haunetal angewachsen. Als neue Mitglieder konnten mehrere Betreiber von Ferienwohnungen, Gastronomen, Einzelhändler, ein weiteres Hotel und ein Seminarhaus gewonnen werden, die von gemeinschaftlichen Marketingaktionen der Arbeitsgemeinschaft profitieren wollen.

Sehr gut hatte sich im vergangenen Jahr auch die Zahl der gebuchten Gästeführungen entwickelt. Mittlerweile bietet die "Touristische Arbeitsgemeinschaft" nach den Worten von Jecker 42 verschiedene Führungen in der gesamten Gebietskulisse des "Hessischen Kegelspiels" an. Neu hinzugekommen sind beispielsweise kulinarische Führungen, aber auch Themenführungen zur Natur und Geologie der Region.

Während es noch zu Jahresanfang schien, als würde der Tourismus im "Kegelspiel" durch die Corona-Pandemie besonders hart betroffen, so hätten sich insbesondere im Bereich der Tagesgäste die Zahlen mittlerweile sehr positiv entwickelt. Dafür spreche auch der hohe Absatz an Wander- und Radwanderkarten, die über die Touristinfo im "Kegelspielhaus" vertrieben würden. Auch die Zahl der Gästenachfragen durch telefonische Kontakte, Prospektanfragen oder auch Abonnements der "Facebook"-Seite stiegen kontinuierlich an, wobei eindeutig festgestellt werden könne, so Jecker, dass sich die Gäste zunehmend über digitale Medien informierten. 

Nachdem im ersten Halbjahr aus Vorsichtsgründen noch alle Eigenveranstaltungen wie die kostenfreien Schnupperführungen abgesagt worden waren, wurden seit August unter Einhaltung der Hygieneeinschränkungen wieder Veranstaltungen angeboten, die sehr gut angenommen würden, berichtete die Geschäftsführerin. Nachdem das "Hessische Kegelspiel" noch im vergangenen Jahr sehr intensiv auf dem Hessentag in Bad Hersfeld sowie bei vielen anderen Großveranstaltungen in der Region geworben hatte, fielen auch diese werblichen Aktivitäten der Pandemie in diesem Jahr weitgehend zum Opfer. Einen ersten Versuch in diesem Jahr, zumindest Menschen in der Region anzusprechen, unternahm die "Touristische Arbeitsgemeinschaft" bei der "Landpartie" in der Hünfelder Innenstadt.

Einen Schwerpunkt will man in den nächsten Monaten darauf legen, mehr Betriebe für die Online-Buchbarkeit in Zusammenarbeit mit der Rhön GmbH zu gewinnen.

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