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Heimatliche Betrachtungen über die Rhön: "Region ist etwas Besonderes"

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Von: Bertram Lenz

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Traditioneller Neujahrsempfang der Gemeinde Poppenhausen mit Regierungspräsident Lübke als Festredner

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1 / 4Ehrenbriefe des Landes Hessen gingen an Frank Unger, Mechthild Bittighofer und Jürgen Schleicher. © Lenz
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3 / 4Zum Dank für seine Ausführungen bekam Regierungspräsident Lübke (rechts) einen Korb mit Rhöner Spezialitäten als Wegzehrung von Bürgermeister Helfrich. © Lenz
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Poppenhausen (Wasserkuppe) - Es ist eine schöne Tradition, dass die Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) zu Beginn eines neuen Jahres zu einem feierlichen Empfang ins Von-Steinrück-Haus bittet. Auch diesmal, zur inzwischen 19. Veranstaltung, waren am Mittwochabend viele Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens gekommen, um sich auszutauschen und den Worten des Festredners Dr. Walter Lübcke zu lauschen. Der Kasseler Regierungspräsident sprach über das Thema "Der Heimat- und Wertebegriff - zwischen strapazieren und pflegen".    

Lübcke versicherte, stets gerne in Poppenhausen und in der Rhön zu sein. Die Gemeinde sei, wie die gesamte Region Fulda und Osthessen, wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Was nicht zuletzt auch daran liege, dass die Menschen hier an einem Strang zögen und keine Einzelkämpfer seien. Bürgermeister Manfred Helfrich sei ein "exzellenter Botschafter für das Land der offenen Fernen, die Rhön", so der Regierungspräsident. Lübke ergänzte: "Wenn eine Region touristisch gut aufgestellt ist, dann fühlen sich auch die Einwohner wohl".  

Die Rhön habe etwas Besonderes "und ist etwas Besonderes", so Lübcke, der den Begriff "Heimat" mit "innerer Wärme" und dem "Gefühl des Angekommen-Seins" definierte. Das Rhöner Idyll sei ein Gegenpol zum urbanen Moloch, betonte der Regierungspräsident, der auch davor warnte, dass der "Heimat"-Begriff  durch den aufkommenden Nationalismus missbraucht werden könne.  Lübcke beendete seine Ausführungen mit der  Problemstellung, den richtigen Spagat zu schaffen zwischen dem Erhalt der Natur und der Notwendigkeit, immer neue  Gewerbeflächen und Baugebiete ausweisen zu müssen.

Schöne Gepflogenheit ist es auch stets, dass Bürgermeister Manfred Helfrich nach den begrüßenden Worten von Frank Unger, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, ausführlich auf das vergangene Jahr zurückblickt und einen Ausblick auf die anstehenden Monate gibt. So zeichnet sich beispielsweise eine Lösung ab, nachdem die ärztliche Versorgung gefährdet schien: Die Lösung soll ab April das "Landarzt MVZ Rhön" darstellen, für dessen Konzept nun auch ein Zuwendungsbescheid vorliege. Zudem werde eine neue zweigruppige Kindertagessstätte gebaut werden, auf deren Realisierung man sich nach längerer öffentlicher Diskussion und einem Bürgerbegehren geeinigt habe. Gemeinsam wolle man auch in Zukunft tatkräftig vor Ort wirken, so Helfrich.

Für bürgerschaftliches Engagement und für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurden mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen Mechthild Bittighofer, Jürgen Schleicher und Frank Unger ausgezeichnet. Gratulant war neben Regierungspräsident Lübcke auch Landtagsabgeordneter Markus Meysner.

Musikalisch umrahmt wurde der Jahresempfang vom Chor der Grundschule Poppenhausen unter Leitung von Jan Polivka. Das Mitglied des "MainkammerOrchesters Frankfurt" unterhielt die Gäste zudem am Klavier. Im Anschluss labten sich die Anwesenden an einem Imbiss des Landgasthofes "Zum Stern".  

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