Nach tragischem Unglück auf Sprungturm in Schotten: Prozess beginnt  

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Im August 2015 war eine Zwölfjährige aus einem Hosenfelder Ortsteil ums Leben gekommen 

Fulda/Schotten - Im August 2015 war ein zwölfjähriges Mädchen aus einem Ortsteil der Großgemeinde Hosenfeld bei einem Unfall auf dem so genannten "Freefall-Tower" auf dem Hoherodskopf nahe Schotten im Vogelsbergkreis ums Leben gekommen. Am 5. Februar beginnt um 10 Uhr der Prozess vor dem Landgericht Gießen.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers soll die Sprunganlage nicht verkehrssicher gewesen sein. Es gehe unter anderem um Felsbrocken in der Nähe des Sprungkissens, so der Sprecher laut der Nachrichtenagentur dpa.

Das Mädchen war der Anklage zufolge bei einem unkontrollierten Sprung von dem Turm von der Umrandung des Sprungkissens abgeprallt und mit dem Kopf auf einen Felsbrocken aufgeschlagen. Die Kammer hat bislang sieben Verhandlungstage bis Anfang März geplant.

Wie unsere Zeitung Anfang Oktober 2017 berichtet hatte, war seitens der Staatsanwaltschaft Gießen Anklage gegen die Betreiber des Kletterparks sowie gegen einen vor Ort als Einweiser tätigen Mitarbeiter erhoben worden. Ihnen werde vorgeworfen, durch Fahrlässigkeit den Tod der Zwölfjährigen verursacht zu haben.

Den Betreibern werde unter anderem zur Last gelegt, die Aufbauanweisung im Hinblick auf den freizuhaltenden Sicherheitsbereich missachtet und auch bezüglich der Positionierung der Absprungplattform Gebote der Verkehrssicherung nicht eingehalten zu haben. Der Einweiser soll den Sprung nicht abgebrochen zu haben, obwohl das verängstigte und überforderte Mädchen deutlich erkennbar nicht in der Lage gewesen sei, den Sprung sicher auszuführen und bereits einen Sprungversuch abgebrochen hatte.

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