Sie schrieb "Die Wolke" und vieles mehr: Trauer um Gudrun Pausewang

Erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin hatte lange Jahre in Schlitz gelebt 

Schlitz - Trauer um Gudrun Pausewang: Die Schriftstellerin, die lange Jahre in Schlitz gelebt hatte, starb 91-jährig in der Nähe von Bamberg.

Pausewang war vor allem bekannt für ihre Kinder- und Jugendbücher wie "Die letzten Kinder von Schewenborn" oder "Die Wolke"; ein Roman über die Folgen eines fiktiven Atomreaktorunfalls. Das Buch wurde ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum Bestseller.

Pausewang wurde am 3. März 1928 im böhmischen Dorf Mladkov (Wichstadtl) geboren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges flüchtete die Familie nach Deutschland. Sie machte in Wiesbaden Abitur, wurde Lehrerin und ließ sich 1972 in Schlitz nieder, wo sie mehr als 35 Jahre wohnte. Dort unterrichtete sie Grundschüler.

Nach eigenen Angaben schrieb sie mehr als 100 Bücher, knapp fünf Millionen Exemplare wurden verkauft. In ihrem letzten Buch "So war es, als ich klein war", 2016, hielt sie ihre Kindheitserinnerungen fest. Pausewang erhielt für ihr Schaffen zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk.

Statement Brand

Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand zum Tode von Gudrun Pausewang:

„Der Tod von Frau Pausewang, die ich aus einigen Begegnungen auch persönlich kannte und schätzte, geht mir wie sicher vielen anderen hier in der Region auch deshalb nah, weil wir doch mit ihren Büchern groß geworden sind.

Es hat mich immer ein Stück stolz gemacht, dass eine solche Autorin, die uns seit Kindertagen in der Schule und außerhalb mit ihren Werken begleitete, aus meiner Region stammt, und dass sie solche fesselnde Jugendbücher schreiben konnte.

Wenn auch sie selbst nicht mehr unter uns ist, so werden doch ihre Bücher, und auch sie selbst in unserer Fantasie und in unserem Gedenken lebendig bleiben. Frau Pausewang hat ein reiches und erfülltes Leben geführt und hat uns alle um tolle Literatur bereichert. Dafür dürfen wir dankbar sein.“

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