Betrügerisches Paar war zweimal in Juweliergeschäft erfolgreich

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Symbolbild

Gute Zusammenarbeit von Polizei in Hessen und Niedersachsen / Auch in Altenpflegeheimen aktiv?

Fulda - Ein vermutlich bundesweit agierendes Diebespaar aus dem Landkreis Göttingen nahm die Kriminalpolizei in Hannover kürzlich fest. Die beiden Täter, eine 33 Jahre alte Frau und ihr ein Jahr älterer Mann, waren bereits im Januar 2015 in ein Juweliergeschäft in der Fuldaer Innenstadt gekommen und täuschten Kaufinteresse an hochwertigem Schmuck vor.

Durch ihr Verhalten und ihre Gesprächsführung beschäftigten sie die Angestellten so intensiv mit der Beratung, dass sie unbemerkt eine Kette und einen Ring im Wert von fast 18.000 Euro einstecken konnten. Gut zwei Jahre später, im März 2017, war das Pärchen erneut in dem Juweliergeschäft. Diesmal erbeuteten sie mit der gleichen Masche einen Brillantring im Wert von über 1.500 Euro. Besonders perfide: Bei der ersten Tat setzte das Pärchen auch die damals acht Jahre alte Tochter ganz gezielt zur Ablenkung der Angestellten ein.

Zum Verhängnis wurde den beiden schließlich die Videoüberwachung am Tatort. Die während der Tatbegehung aufgenommenen Bilder führten im Rahmen der polizeiinternen Fahndung und guten Zusammenarbeit der ermittelnden Dienststellen zur Identifizierung der Tatverdächtigen. Beide waren bereits hinreichend wegen verschiedener Diebstahlsdelikte in Erscheinung getreten.

Offenbar scheinen selbst von Gerichten verhängte Freiheitsstrafen keinen Eindruck auf die beiden gemacht zu haben: Genau in der Zeit zwischen den beiden Schmuckdiebstählen in Fulda hatte die 33-Jährige eine Freiheitsstrafe wegen Diebstahls abgesessen. Ihr Partner, der zur Tatzeit eigentlich ebenfalls eine Haftstrafe wegen Diebstahls absaß, nutzte seinen Hafturlaub kurz vor der endgültigen Entlassung zur Tatbegehung.

Einige Tage vor ihrer Festnahme durch die Kripo in Hannover hatte das Pärchen in einem Altenpflegeheim bei einem Trickdiebstahl Schmuck im Wert von 3.500 Euro erbeutet. Die Masche diesmal: Sie besuchten mit ihrer inzwischen zehn Jahre alte Tochter das Seniorenheim und ließen das strafunmündige Kind kleine Präsente, wie zum Beispiel Päckchen mit Handtüchern und Seife, an die Bewohner verteilen. Die oftmals sehr dankbaren und glücklichen Beschenkten luden das Pärchen und das Kind in ihre Zimmer ein.

Dort wurden sie dann so abgelenkt, dass die Diebe unbemerkt Schmuck einstecken konnten. Es ist nicht auszuschließen, dass die beiden Festgenommenen auch in Alten- und Pflegeheimen im Raum Fulda mit dieser Masche aktiv waren oder wieder tätig werden. Das Einbruchskommissariat der Fuldaer Kripo bittet daher sowohl die dort lebenden Senioren als auch die Angestellten solcher Einrichtungen stets um kritische Wachsamkeit.

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