Trotz "Titanic" und "Black Pearl": Nicht baden gegangen

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Lauterbach. Europameisterschaft im Badewannen-Rennen.

Lauterbach. Im Lauterbacher Freibad fanden die Qualifikationsläufe zur bevorstehenden Badewannenrennen-Europameisterschaft im Badeland Wolfsburg statt.

Bei hochsommerlichen Temperaturen versuchten 48 Zweier-Teams ihr Glück: Mit reiner Muskelkraft und Zielgenauigkeit mussten die Teams in einer Badewanne (die "Titanic", "Piratenwanne Black Pearl", "MS Deutschland" und eine pinkfarbene "Shoppingqueen" standen zur Auswahl) 25 Meter durchs Becken paddeln, um eine Badeente herum und wieder zurück zum Ziel. Dies stellte sich als schwieriger als erwartet heraus: lief zu viel Wasser ins Boot, half Paddeln nicht mehr viel, Schwimmen hieß es dann.

Auch für die vielen Zuschauer rund um das Becken war es eine Riesen-Gaudi. Rennleiter Rainer Braun von der KidsWorldEvent-Agentur hatte neben den eigenhändig entwickelten Rennbadewannen für alle Teilnehmer auch verschiedene farbenprächtige Utensilien mitgebraucht, was natürlich zusätzlich für eine erheiternde Stimmung sorgte. Denn nicht nur das schnellste Team darf mit nach Wolfsburg, auch das am verrücktesten kostümierte Team hat die Chance auf eine von drei Wildcards für das große Finale.

Nach einem Warmup hatte sich im ersten Durchgang – das waren immerhin zwölf Läufe – das jeweilige erstplazierte Team für die nächste Runde qualifiziert. Gab es hierbei unter den meist jugendlichen Startern noch einige, die kaum oder gar nicht mit dem Paddel und ihrer Wanne zurechtkamen, so sah es in den entscheidenden Läufen schon anders aus. Ab dem Viertelfinale standen sich dann schon eine Reihe einigermaßen paddelerfahrene Wannenbootsfahrer gegenüber.

Nach den beiden Halbfinals hatten sich Marcus Ringe und sein Sohn Luca eigentlich als Favoriten herauskristallisiert. Doch im Finale kam es für das Team "Gummienten" etwas anders: Nicht das Vater-Sohn-Team aus Grebenau-Udenhausen landete dann auf dem Siegertreppchen ganz oben, sondern die beiden 13-jährigen Freundinnen Luzie Walk und Lotta Zettl, die ganz cool und konzentriert diese Vorregatta zur Europameisterschaft mit einem satten Vorsprung für sich entscheiden konnten.

Am 20. und 21. September werden die beiden Freundinnen in Wolfsburg an der Europameisterschaft zusammen mit 98 anderen Gewinnerteams aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien, Luxemburg und der Schweiz teilnehmen. Sie werden dort die Stadtwerke Lauterbach vertreten und um den Sieg kämpfen, der mit immerhin 2000 Euro dotiert ist.Wenn es dann in Wolfsburg heißt: "in die Wanne, fertig, los!", dann drücken sicherlich viele Vogelsberger, Freunde und Bekannte sowie natürlich die beiden Familien der jungen und sympathischen Siegerinnen kräftig die Daumen, schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass zwei Lauterbacher Mädels bei einer Europameisterschaft am Start sind und die Farben der Kreisstadt Lauterbach vertreten.

Aber auch die zweit- und drittplazierten gingen nicht leer aus: Jeder erhielt neben Urkunden auch noch Präsente.

Stadtmeisterschaft im Wasser-Elfmeterschießen

Neben den Qualifikationsläufen zur Badewannen-EM stand zudem noch die Erste Stadtmeisterschaft im Wasser-Elfmeter-Schießen auf dem Programm:Rund 100 Kickerinnen und Kicker waren es, die sich auf der elf Meter langen Spezialmatte in Form einer eineinhalb Meter breiten Luftmatratze mit Anlauf versuchten, das gelbe Wasserballtor zu treffen oder überhaupt den Softball in Richtung Tor zu schießen. Schon beim Anlauf vom Beckenrand aus auf die schwimmende "Airgym-Matte" scheiterten viele und gingen unfreiwillig baden.

Fünf Mädchen und zwei Jungen trafen je einmal, sodass der neue Stadtmeister in einem finalen "Stechen" gefunden werden musste. Doch in dieser spannenden Finalrunde traf dann kein einziger der Sieben, sodass aufgrund der Applausstärke der Badegäste und Fans der neue Stadtmeister gekürt wurde. Und hier war es der fünfjährige Hannes Schmidt aus Lauterbach, zugleich auch der jüngste Teilnehmer, der den stärksten Beifall erhielt und somit erster Lauterbacher Stadtmeister im Wasser-Elfmeterschießen wurde und neben einer Urkunde auch einen Siegerpokal erhielt. Auf Platz zwei schaffte es Caner Akkus aus Lauterbach, gefolgt von dem fünfköpfigen Team "Shopping-Girls" auf Platz drei.

Mit der Verpflichtung der Agentur "Kids-World-Events" aus dem niedersächsischen Calberlah/Allenbüttel sahen sich die Stadtwerke Lauterbach darin bestätigt, den richtigen Veranstalter gefunden zu haben. Der schlagfertige und unterhaltsame Rennleiter Rainer Braun sorgte zusammen mit dem Team des Freizeitzentrums Lauterbach für eine rundum gelungene Veranstaltung.

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