In schwieriger Zeit: Benjamin Tschesnok übernimmt Amt als Hünfelder Bürgermeister  

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"Wachablösung" zum 1. April: Amtsvorgänger Stefan Schwenk wünscht glückliche Hand

Hünfeld - Der neu gewählte Bürgermeister der Stadt Hünfeld hat am heutigen Mittwoch, 1. April, die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Stefan Schwenk übernommen. Schwenk wünschte ihm eine glückliche Hand, um die Herausforderungen in schwerer Zeit zu bestehen.

Tschesnok will seine Aufgaben trotz der gegenwärtigen Situation im Angesicht der Coronakrise mit Optimismus angehen. Die ersten Tage werde er dazu nutzen, sich einen Überblick zu verschaffen, soweit er ihn nicht schon habe durch die Gespräche der letzten Wochen. Auch für die Stadtverwaltung sei die gegenwärtige Situation eine große Herausforderung. Es müssten bereits einige Ausfälle beim Personal verkraftet werden.

Zur Sicherheit seien viele Mitarbeiter, dort wo es geht, im Homeoffice. Damit solle sichergestellt werden, auch über ein Backup zu verfügen, sollten weitere Beschäftigte zu Hause bleiben müssen. Die wesentlichen Aufgaben müssten aber weiterhin sichergestellt werden, betont Tschesnok. Das reiche vom Zahlungsverkehr, der gerade für kleinere Unternehmen gegenwärtig sehr wichtig sei, über den Fortgang der Baustellen bis hin zum Ordnungsamt, zum Standesamt, Friedhofswesen und anderen Bereichen.

Er werde gegenwärtig keine Antrittsbesuche unternehmen können, wolle sich aber mit den wichtigsten Partnern bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur am Telefon austauschen. „Alle müssen zusammenwirken, damit wir in Hünfeld möglichst gut durch diese Krise kommen,“ betonte Tschesnok. Was er dazu beitragen könne, wolle er engagiert angehen.

Der Blick ist aber auch nach vorn gerichtet. „Es stehen einige wichtige Entscheidungen an, beispielweise beim Ankauf von Grundstücken für künftige Entwicklungen und bei Infrastrukturmaßnahmen,“ sagte Tschesnok. Diese gelte es jetzt voranzutreiben, damit die städtischen Gremien fundierte Beschlüsse fassen könnten. Es sei viel zu tun, aber er freue sich darauf und vertraue dabei auch auf den Zusammenhalt in der Stadt, um die Aufgaben zu meistern.

Er sei den vielen Menschen dankbar, die gegenwärtig engagiert ihren Job machten, die sich ehrenamtlich einsetzten und Verantwortung übernähmen, sei es an der Supermarktkasse, im Gesundheitswesen, der Pflege oder anderen Bereichen. Es werde die Zeit kommen, da würden wir in unserer Gesellschaft sehr ernsthaft darüber diskutieren müssen, wie ein solcher Einsatz zu würdigen sei, betonte Tschesnok, da werde sicher einiges neu zu justieren und wertzuschätzen sein. Deshalb sei jede Krise letztlich immer auch eine Chance, bisherige Entwicklungen zu überdenken.

Stefan Schwenk verließ als (O-Ton)„interessierter Bürger“ der Stadt Hünfeld das Amtszimmer und wünschte Tschesnok einen guten Start in schwieriger Zeit. Tschesnok überreichte seinem Amtsvorgänger und leidenschaftlichem 1. FC Kaiserslautern-Fan ein Trikot seines Lieblingsclubs Eintracht Frankfurt mit der Nummer zehn. Schließlich sei Schwenk ja sechs Jahre Spielmacher in Hünfeld gewesen. Er lud ihn, sobald dazu wieder die Zeit sein werde, zu einem gemeinsamen Stadionbesuch ein, um in Frankfurt auch mal wieder „erstklassigen“ Fußball zu sehen.

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