Über 4.300 Rehe auf der Strecke

Appell an Hundebesitzer: Vierbeiner zumindest whrend Brut- und Setzzeit anleinenFulda. Im zu Ende gegangenen Jagdjahr 2007/2008 konnten die von

Appell an Hundebesitzer: Vierbeiner zumindest whrend Brut- und Setzzeit anleinen

Fulda. Im zu Ende gegangenen Jagdjahr 2007/2008 konnten die von der unteren Jagdbehrde des Landkreises Fulda festgesetzten Abschusszahlen fr Rotwild eingehalten werden. Nach Angaben des zustndigen Fachdienstes der Kreisverwaltung betrug die gemeldete Jagdstrecke im Rotwildgebiet Gieseler Forst 111 Stck, dem stand ein Plansoll von 110 Stck gegenber.

Die Bilanz beim Rehwild sah so aus, dass von 4.721 zum Abschuss freigegebenen Stcken 4.360 zur Strecke gebracht wurden. Dies entspricht in etwa dem Ergebnis des vergangenen Jahres. In dieser Zahl sind bedauerlicherweise 800 Stck Fallwild enthalten. Beim Muffelwild wurden zehn Tiere erlegt und beim Damwild betrug die Jagdstrecke zwei Tiere.

Keine Abschussplne gibt es bei den brigen Wildtierarten. Beim Schwarzwild konnten im vergangenen Jagdjahr mit 2.134 Stck fast doppelt so viel Stcke wie im Jahr zuvor erlegt werden. Auch hier sind 120 Stck Fallwild zu beklagen, die nicht verwertet werden konnten. Die wesentlichen Strecken der brigen Wildarten beziffert die untere Jagdbehrde nach Auswertung aller Reviermeldungen mit 724 Hasen, 3.123 Fchsen, 173 Dachsen, 264 Waschbren, 320 Ringeltauben, 980 Stockenten, 1.206 Rabenkrhen und 538 Elstern. Auch wurden 137 wildernde Katzen erlegt. Der Fallwildanteil ist auch hier teilweise sehr hoch.

Aufgrund der Klagen vieler Jagdausbungsberechtigter appelliert die untere Jagdbehrde in diesem Zusammenhang an alle Hundebesitzer, zumindest in der Brut- und Setzzeit - also von Mrz bis Juni - ihre Vierbeiner anzuleinen. Zwar ist sich die Behrde bewusst, dass in Hessen Hunde in der freien Natur nicht angeleint werden mssen. Durch das Anleinen kann jedoch vermieden werden, dass beispielsweise ein trchtiges Reh von wildernden Hunden gerissen wird oder aber ein gehetztes Stck Wild einen schweren Verkehrsunfall verursacht.

Nach Angaben der unteren Jagdbehrde ist es einfach so, dass der Jagdtrieb viele Hunde unberechenbar macht. Vor allem hochtrchtige Rehe, die in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmglichkeit stark eingeschrnkt sind, fallen im Frhjahr mitsamt ihren ungeborenen Kitzen immer wieder Hundebissen zum Opfer. Auch Jungtiere und bodenbrtende Vogelarten sind betroffen. Dabei werden solche Vorgnge von den Herrchen oder Frauchen oft berhaupt nicht wahrgenommen, wenn die Hunde hinter Wegebiegungen, Hgeln, Senken, hinter Gebsch oder in einem Dickicht verschwinden und damit fr den Hundefhrer auer Sicht sind.

Nach dem geltenden Recht ist es aus Grnden des Jagdschutzes verboten, Hunde und Katzen in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Beunruhigtes Wild erschwert eine ordnungsgeme Jagdausbung beziehungsweise macht sie teilweise unmglich. Eigentlich ungewollte Sanktionen knnen die Folge sein. Landrat Bernd Woide uert die Hoffnung, dass zumindest durch vorbergehendes Anleinen ein vernnftiges Miteinander erreicht werde und sich bei allen unterschiedlichen Interessen Konflikte vermeiden lieen.

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