Chancennutzer-Dialog

Über 80 Prozent wollen Öffnung in der Gastro und im Handel

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Die „Industrie- und Handelskammer Fulda“ startete in Kooperation mit dem „Citymarketing Fulda“ und dem „Deutschen Hotel- und Gastronomieverband“ (DEHOGA) eine Umfrage an Bürger der Region. 2.357 Personen haben daran teilgenommen, überwiegend aus der Stadt Fulda, aber auch einige aus umliegenden Gemeinden des Kreises und der Nachbarkreise.

Fulda. Gefragt wurde: „In welchem Maße sind die Bürger bereit, Corona-Maßnahmen in Kauf zu nehmen, um allmählich wieder in die Normalität einzukehren?“ „Es handelt sich hier nicht um eine repräsentative Studie, aber es ist ein Stimmungsbild der Region“, so Michael Konow, „IHK“-Hauptgeschäftsführer.

Das Meinungsbild in der Region scheint allerdings eindeutig: Die Menschen haben ein großes Bedürfnis, den Einzelhandel und auch die Gastronomie wieder besuchen zu dürfen. In beiden Fällen ergaben sich fast identische Ergebnisse: Die große Mehrheit der Bevölkerung würde Auflagen für den Einkaufsbummel (83,5 Prozent) und den Restaurantbesuch (85,6 Prozent) in Kauf nehmen. „Zum Glück ist die Mehrheit bereit, etwas in Kauf zu nehmen, um wieder in die Geschäfte zu gehen. Auch das riesige Bedürfnis, wieder in die Gastronomie zu wollen, finde ich erfreulich. Was allerdings auffällt: Je intensiver die Maßnahmen ausfallen, desto weniger Zustimmung finden sie bei den Menschen. Mund- und Nasenschutz wird von fast allen akzeptiert. Aber wenn man beispielsweise eine App für den Besuch herunterladen muss, sinkt die Bereitschaft“, erklärte Konow. Etwas anders sah es bei den Live-Events aus: Hier gaben nur 55 Prozent an, aktuell wieder eines unter Auflagen besuchen zu wollen, 26 Prozent hingegen sagten klar „nein“.

Edi Leib vom „Citymarketing Fulda“ und „DEHOGA“-Vertreter Christof Weisenborn analysierten die Ergebnisse und bedankten sich für die Zusammenarbeit mit der „IHK“. Auch einige Unternehmer, wie Marco Boche („RegioPoint Fulda“), Marion Rasch („Herzgemacht – die Süßigkeiten Manufaktur“), Hubertus Trott („Studio 24“) und Dagmar Belz-Böhm (Buchhandlung „Paul und Paulinchen“) konnten im Rahmen des „Chancennutzer“-Dialogs der „IHK“ Erkenntnisse aus den Angaben der Bevölkerung mitnehmen.

„Wir möchten mit der Umfrage für mehr statistische Evidenz sorgen. Die Ergebnisse sind extrem wirtschaftsrelevant“, blickte Konow voraus. Auch „IHK“-Präsident Dr. Christian Gebhardt äußerte sich zur Lage und bilanzierte: „Wir hätten in der Pandemie lernen sollen, dass wir weniger reden und mehr handeln müssen“.

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