Über 400 junge Menschen nehmen an Fridays for Future teil

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Über 400 junge Menschen streiken für den Klimaschutz. Ex-Oberbügermeister Dr. Wolfgang Hamberger begrüßt die Initiative der Schüler.

Fulda -  Über 400 Schüler und andere junge Menschen protestierten am Freitagmorgen gegen den Klimawandel. "Heute sind wir laut, damit die Politiker auf ihren bequemen Drehstühlen merken, dass wir nicht zu sehen, wie man uns die Luft nimmt", sagte Eike Braumüller. Der 23-Jährige setzt sich gemeinsam mit einigen Aktivisten aus Fulda für den Klimaschutz ein. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist eine Inspiration für die Gruppe aus Fulda. Ihrem Motto: "Warum für eine Zukunft lernen, die es wahrscheinlich nie geben wird?" folgten am Freitagmorgen über 400 junge Menschen und schwänzten dafür unter anderem die Schule.

Das gefällt nicht jedem, besonders Stephan Schmitt, Leiter des Staatlichen Schulamtes des Landkreis Fulda, stellt in einer Erklärung klar: "Auch wenn das politische Engagement von Schülerinnen und Schülern Respekt verdient, so rechtfertigt die Teilnahme an einer Demonstration während der Unterrichtszeit nicht das Fernbleiben vom Unterricht. Es gilt die Schulpflicht. Das Fernbleiben vom Unterricht ist daher als unentschuldigtes Fehlen zu bewerten und entsprechend zu dokumentieren." Es würde nichts dagegen sprechen, dass sich die Schüler für den Klimaschutz einsetzten. Auch könnten Schulen im Rahmen des Unterrichts dieses Thema behandeln.

Die 16-jährige Jamila Noll ist eine der Organisatorinnen des Protest in Fulda: "Wir haben Gänsehaut, weil so viele Menschen gekommen sind." Im Mai sollen weitere Demonstrationen folgen.

Einen prominenten Unterstützer hat die Gruppe aus Fulda: Der Ex-Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Wolfgang Hamberger, lobte das Engagement der Jugend. In seiner Schule stand geschrieben: "Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir." Diesem Grundsatz folge der Politiker heute noch. "Das ist das Thema, welches die Jugend bewegt und diesem haben sie sich angenommen. Es ist ihre Zukunft, für die sie sich einsetzen. Ich persönlich hätte mir von den Schulen eine pädagogischere Reaktion erwartet," sagte der 88-Jährige gegenüber "Fulda aktuell".

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