Überraschte Autofahrer bei zwei mobilen Geschwindkeitskontrollen

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Heute wurden die Autofahrer von zwei mobilen Geschwindkeitskontrollen in Fulda überrascht.

Fulda/ Osthessen. In den vergangenen zwei Jahren hielten am Karfreitag Treffen von automobilbegeisterten Menschen mit ihren optisch und technisch veränderten Fahrzeugen die Polizei in Osthessen in Atem. Rund 500 Fahrzeuge zählten die Ordnungshüter im vergangenen Jahr auf einem großen Parkplatz im Stadtgebiet. Solche Veranstaltungen beschäftigen die Polizei üblicherweise mit Blick auf die Verkehrssicherheit. Das Spektrum reicht dabei von kleineren technischen Mängeln an individuell veränderten ("getunten") Autos bis hin zu gravierenden Verkehrsverstößen, die zum Erlöschen von Betriebserlaubnissen führen.

Am Karfreitag kommt zu der rein verkehrsrechtlichen Betrachtung noch der Aspekt des Hessischen Feiertagsgesetzes hinzu. Danach ist es verboten, am Karfreitag als hohem und einem von Ernst geprägtem christlichen Feiertag öffentliche Veranstaltungen durchzuführen.

Um die Bandbreite dieser rechtlichen Vorgaben optimal begleiten zu können, führte das Polizeipräsidium Osthessen mit Unterstützung durch die Hessische Bereitschaftspolizei während des diesjährigen Karfreitags, 25. März, umfangreiche Verkehrs- und Aufklärungsmaßnahmen durch. Mit mehr als sechzig eingesetzten Beamtinnen, Beamten, Wachpolizistinnen und Wachpolizisten kam die Polizei ihrem Auftrag nach, für mehr Verkehrssicherheit auf Osthessens Straßen zu sorgen und zum Schutz der Würde des Feiertages ein größeres Treffen von Auto-Tunern mit ihren Fahrzeugen zu verhindern.

"Insgesamt hatten wir heute einen eher ruhigen Einsatz", resümiert Polizeioberrat (POR) Herbert Bensing, Chef der Direktion für Verkehrssicherheit beim Polizeipräsidium Osthessen. "Lediglich auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet von Dipperz sowie auf dem Parkplatz der Kaiserwiesen haben wir Gruppen mit getunten Fahrzeugen angetroffen."

Die Kontrolle dieser Fahrzeuge ergab einige kleinere technische Beanstandungen. Die Fahrzeughalter kamen dabei mit Aufforderungen, den Mangel bis zu einem bestimmten Termin zu beseitigen, davon. Um dem Feiertagsgesetz und dem besonderen Schutz des Karfreitags Rechnung zu tragen, forderte die Polizei die kontrollierten Personen auf, die Örtlichkeiten zu verlassen. "Das Verständnis für die Rechtslage war in den meisten Fällen vorhanden. Die Personen kamen unserer Aufforderung widerspruchslos nach", berichtet Herbert Bensing.

Offensichtlich überrascht war so mancher Autofahrer über zwei mobile Geschwindigkeitsmessstellen, die im Rahmen der Einsatzmaßnahmen eingerichtet waren.  Auf der Frankfurter Straße sowie  der Landstraße zwischen Petersberg und dem Ortsteil Stöckels blitzte die Polizei insgesamt 110 Fahrzeuge. Die Spitzenreiter an den beiden Messstellen waren mit über 130 km/h bei erlaubten 100 km/h bzw. mehr als 110 km/h bei maximal erlaubten 70 km/h unterwegs.

Die Einsatzmaßnahmen in Osthessen waren eingebunden in ein hessenweites Konzept zur Verhinderung von störenden Veranstaltungen am Karfreitag. "Die meisten Autofahrer waren sicherlich vom schlechten Wetter abgeschreckt und sind lieber zu Hause geblieben", glaubt Herbert Bensing. "Außerdem freut sich die Gemeinschaft von Auto-Tunern an diesem Wochenende auf eine genehmigte Veranstaltung.Statt am "Carfreitag" treffen sich die Automobil-Begeisterten in diesem Jahr am "Carsamstag" bei einer Veranstaltung in Limburg.", so Bensing abschließend.

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