Ufhausen und Unterufhausen: Ein Ort zum Wohlfühlen

Eiterfeld-Ufhausen stellt sich vor.
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Eiterfeld-Ufhausen stellt sich vor.

In der Serie "Kleines Dorf ganz groß" stellt sich diesmal das aus zwei Ortsteilen bestehende Eiterfeld-Ufhausen vor.

Eiterfeld - „Hier ist die Welt noch in Ordnung.“ Diesen Satz sagt Leonhard Hohmann, seit 1993 Ortsvorsteher von Ufhausen. Der rund 900 Einwohner zählende Ort setzt sich aus den beiden Teilen Ufhausen und Unterufhausen zusammen, die rund einen Kilometer voneinander entfernt im „Hessischen Kegelspiel“ liegen. Im Jahr 1958 vereinigten sich die beiden Ortsteile Oberufhausen und Unterufhausen zum gemeinsamen Ort Ufhausen. Bis dahin waren die Orte eigenständig, besaßen aber eine gemeinsame Feldflur. Im Zuge der Gebietsreform im Jahr 1972 wurde das bis dahin selbstständige Ufhausen in die Gemeinde Eiterfeld integriert. „Mitte der neunziger Jahre gab es in Unterufhausen Bestrebungen, den alten Ortsnamen wieder anzunehmen“, so Hohmann. Das Regierungspräsidium Kassel hatte keine Einwände, und so hat der kleinere Ortsteil seit gut 20 Jahren wieder einen eigenen Namen.

Zweimal im Dorfwettbewerb

Nach Teilnehmen bei „Unser Dorf soll schöner werden“ Mitte der siebziger Jahre hat Ufhausen-Unterufhausen zweimal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen, zuletzt im Jahr 2017. Im Dorfleben spielen vor allem die 16 Vereine und Gruppen eine große Rolle. „Das ,Musikcorps Ufhausen’ spielt auf einem ganz hohen Niveau“, sagt Hohmann. „Das regelmäßig stattfindende ,Festival der Musik’ mit internationaler Beteiligung auf dem Ufhäuser Sportplatz bleibt immer lange in Erinnerung“. Gastspiele in der Region und auf großen Tattoo-­Shows in Europa stehen ebenfalls auf dem Programm der Musiker.

Der Sportplatz, der laut dem Ortsvorsteher „fast eine Naturbühne“ ist, wird vom „TSV Ufhausen“ gepflegt. Das sportliche Angebot ist breit. Hohmann freut sich darüber, dass bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten eine Dörfer übergreifende Kooperation besteht. „Unsere Fußball-Jugendmannschaften und auch die Jugendfeuerwehr setzen sich aus Mitgliedern über die Dorfgrenzen hinaus zusammen“, so Hohmann. Die Gesangvereine aus Soisdorf und Ufhausen bilden erfolgreich die Chorgemeinschaft „Soisbergchöre im Takt. „Man muss Allianzen bilden, um den Fortbestand zu sichern.“ Im „Kolpinghaus“ läuft derzeit die rege Probetätigkeit der Theatergruppe der „Kolpingfamilie“. „In Kürze spielen die Mitglieder in historischen Kulissen Theater“, freut sich Hohmann.

Gute Verkehrsanbindung

Ufhausen ist für den Ortsvorsteher ein „idealer Ort zum Leben“. Die Verkehrsanbindung an Fulda, Hünfeld, Bad Hersfeld oder nach Thüringen sei in alle Richtungen gegeben. Neben einigen Firmen ist die Landwirtschaft in Ufhausen noch stark vertreten. Zwar würden viele Höfe nicht mehr von den ursprünglichen Familien bewirtschaftet, aber es haben sich laut Hohmann meist Nachfolger gefunden, so dass der Leerstand in den Höfen und Wohnhäusern in Ufhausen sehr gering sei. Dennoch sei die Landwirtschaft in einem schnellen Umbruch und man könne nicht sagen, „wohin die Reise eigentlich geht“.

Zur Gemarkung Ufhausen gehört auch der Soisberg, der mit einer Höhe von 629 Metern als ein „Berg“ bezeichnet werden darf. Das touristische Ausflugsziel Nummer Eins ist der auf dem Gipfel befindliche „Soisbergturm“. In rund 25 Metern Höhe kann man von dort den Blick auf das „Hessische Kegelspiel“ bis hin zum „Hohen Meißner“, in die hohe Rhön, in den Vogelsberg, den Knüll und bei klarer Sicht sogar bis zum „Herkules“ in Kassel schweifen lassen kann. „Hier kann man noch Natur erleben“, sagt Hohmann. Denn vom Parkplatz muss man noch rund einen Kilometer durch den Wald spazieren, bis man den Turm erreicht. In den Ufhausener Firmen gibt es Arbeitsplätze und auch durch die Digitalisierung sei Arbeiten von Zuhause aus möglich. „Wir haben jetzt auch eine komplette Breitbandversorgung, bis hin zu Glasfaserkabeln“, so Hohmann. Dies sei heutzutage ein wichtiger Standortfaktor. Dass Ufhausen auch Menschen anderen Glaubens oder anderer Nationalitäten integriert, zeigt sich laut dem Ortsvorsteher an dem problemlosen Zusammenleben mit den Mitgliedern der serbisch-orthodoxen Kirche, die in Unterufhausen sogar eine eigenes Beichtkloster gebaut haben. „Es gab noch nie Probleme“, so Hohmann.

Sohn des Dorfes

Aus Ufhausen stammt auch Altbischof Bonifaz Sauer, der 1877 in Oberufhausen geboren wurde. 1909 nach seiner Priesterweihe wurde er als Missionar nach Korea ent­-­sandt. Dort war er der Gründer und erster Abt der Abtei in Seoul. 1920 wurde er zum Bischof geweiht. 1949 wurde das Kloster aufgelöst und Sauer wurde inhaftiert. Ein Jahr später starb er in Gefangenschaft. Im Jahr 2007 wurde der Seligsprechungsprozess für den Bischof eingeleitet. In Ufhausen erinnert seit 2011 ein Denkmal an den als Märtyrer verehrten Priester. Den Ufhausener Kindergarten besuchen auch Kinder aus den Nachbarorten Treischfeld und Soislieden. „Ufhausen ist ein Ort, in dem junge Familien gut leben können“, so der Ortsvorsteher. Zwar gebe es keine Einkaufsmöglichkeiten mehr im Ort, aber in Eiterfeld, das rund vier Kilometer entfernt ist, bekomme man alles, was man für den täglichen Gebrauch benötigt. Für ältere Mitbürger werde demnächst ein Bürgerbus installiert, der die Senioren von einem Ort zum anderen bringt, um Wege zu erledigen. „So werden Nachteile ausgeglichen“, so Hohmann. Ihm als Ortsvorsteher ist es wichtig, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern sich auf langfristige Projekte zu konzentrieren, „die Beständigkeit haben“. Die wirtschaftliche Entwicklung Ufhausens sei gut und: „Hier hat man eine ruhige Wohnlage mit einer wunderschönen Landschaft. Und doch sind die größeren Städte im Umkreis gut erreichbar“, sagt Hohmann.

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