"Ukrainer wählten Hoffnung auf Stabilität"

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Nord-/Osthessen/Kiew. SPD-Europaabgeordnete Barbara Weiler war Wahlbeobachterin bei ukrainischer Präsidentenwahl.

Nord-/Osthessen/Kiew. Wirtschaftlicher Wohlstand, Sicherheit, Reformen und demokratische Mitbestimmung - hierfür haben die Ukrainer im Winter auf dem Maidan protestiert, hierfür sind sie am Sonntag zur Wahl gegangen. "Die Menschen in der Ukraine wollen endlich politische und wirtschaftliche Stabilität für ihr Land. Die Präsidentschaftswahl war ein wichtiger Schritt in diese Richtung", so die SPD-Europaabgeordnete Barbara WEILER. "Daher ist es tragisch, dass die Bevölkerung in einigen Landesteilen im Süden und Osten wegen der kritischen Sicherheitssituation nicht an der Wahl teilnehmen konnte." Die Nordhessin war das einzige deutsche Mitglied der Wahlbeobachtungsmission des EU-Parlaments in der Ukraine und in diesem Rahmen nach 2004, 2007 und 2010 bereits zum vierten Mal vor Ort.

"Ich kann bestätigen, dass der Urnengang in meinen Einsatzorten südlich von Kiew  ordnungsgemäß ablief", berichtet die Sozialdemokratin von ihren Erfahrungen an diesem Wochenende. "Trotz der sehr angespannten Lage hat die Übergangsregierung große Anstrengungen unternommen, um einen geordneten Wahlablauf sicherzustellen. Von der internationalen Gemeinschaft und den nationalen Verantwortlichen erwarte ich nun, dass sie den Volkswillen akzeptieren."

"Nach den vorläufigen Ergebnissen haben die Bürgerinnen und Bürger mit großer Mehrheit für Petro Poroschenko, einen Pragmatiker, gestimmt. Das bringt den Wunsch nach Stabilität deutlich zum Ausdruck", kommentiert Barbara WEILER. "Poroschenko muss jetzt mit allen Beteiligten am runden Tisch über eine neue Verfassung diskutieren und eine mögliche föderale Struktur. Außerdem muss die in sämtlichen gesellschaftlichen Gruppen vorherrschende Korruption bekämpft und unterbunden werden. Das ist der Schlüssel zu einer Beruhigung des Konflikts und hilft dabei, Vertrauen wieder aufzubauen."

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