Umbruch nötig: Bundestagsabgeordneter Michael Brand spricht über „seine“ CDU

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Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (Mitte) beim Redaktionsgespräch mit „Fulda aktuell“-Objektleiter Michael Schwabe (Zweiter von links), Chefredakteur Rainer Hahne (links), Redaktionsleiter Bertram Lenz (Zweiter von rechts) und Redakteur Christopher Göbel (rechts) über den CDU-Vorsitz und die „Colonia Dignidad“ in Chile.

Heute wird der Posten des Parteivorsitzenden oder der Parteivorsitzenden in Hamburg gewählt. Wir sprachen mit dem Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Brand über dessen Partei.

Fulda - Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand sprach im „Fulda aktuell“-Redaktionsgespräch über seine Partei und ein Thema, das ihm sehr am Herzen liegt: Die Aufarbeitung der Greueltaten in der „Colonia Dignidad“ in Chile (siehe nebenstehenden Artikel), die er gemeinsam mit anderen Abgeordneten wie Renate Künast besucht hatte. Doch zunächst zur CDU.

„Das fühlt sich gut an, denn in der Debatte ist viel Dynamik drin“, sagt Brand. Dies sei bereits bei der der Wahl von Ralph Brinkhaus anstelle von Volker Kauder als Fraktionsvorsitzender so gewesen. „In der CDU wurde in den letzten Monaten viel zugehört, Dialog als Gewinn empfunden“, so Brand.

„Brauchen den Aufbruch“

„Diesen Aufbruch, Dialog und Erneuerung brauchen wir“, sagt Brand. „Es ist ein Umbau, kein Umsturz“, fügt er hinzu. „Andere Parteien würden sich die Finger lecken, solch eine gute Auswahl zu haben.“ Er traue es allen drei aussichtsreichsten der elf Kandidaten (Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn) zu, das Amt zu übernehmen.

„Am Ende wird wohl danach entschieden, wer von den dreien in Positionen wie Prog­nose für Wahlerfolg der CDU am stärksten hilft.“ Merkels Rückzug als Parteivorsitzende am Tag nach der Hessenwahl gibt laut Brand der „CDU die Chance, den Umbau in guter Form über die Bühne zu bringen“. Merkels Verhalten sei „beispielgebend für demokratische Kultur“. Für den Parteivorsitz ist laut dem Fuldaer Abgeordneten eines besonders wichtig: „Es muss jemand sein, der das Prinzip Volkspartei glaubwürdig vertritt, jemand, der sozial, liberal und konservativ zusammen bringt.“ Was es nicht brauche, seien Ego und Eitelkeit, sondern Demut und Anstrengung.

„Kinnhaken für die CDU“

Nach den Verlusten bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern, die Brand als „Kinnhaken“ bezeichnet, sei es an der Zeit, als „einzige verbliebene Volkspartei“ durch konkrete Problemlösung Vertrauen zurückzugewinnen – „von Pflege über Sicherheit und Digitalisierung bis hin zu Entlastung für Familien und Mittelstand“, so Brand.

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