Umweltministerin Priska Hinz: Nachhaltigen Lebensstil pflegen

Hessens Umweltministerin Priska Hinz.
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Hessens Umweltministerin Priska Hinz.

Die Hessische Umweltministerin und ihr Grußwort zur FULDA AKTUELL-Sonderbeilage „Nachhaltiges Osthessen“.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unser Klima verändert sich massiv – auch in Hessen. In den vergangenen 100 Jahren gab es in Hessen einen Temperaturanstieg von 1,1 Grad Celsius. Es zeigen sich bereits die Folgen: Starkregen, Hitzetage, Dürre. Um auch zukünftigen Generationen gute Lebensbedingungen zu sichern, müssen wir das Prinzip der Nachhaltigkeit zur Messlatte unserer politischen, wirtschaftlichen und auch persönlichen Entscheidungen machen. Wenn wir eine nachhaltige Entwicklung als Voraussetzung in allen Entscheidungen und Handlungen verankern, können wir Hessen zukunftsfähig machen.

Um den Klimawandel auszubremsen haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass Hessen bis spätestens 2045 klimaneutral wird. Mit dem Integrierten Klimaschutzplan gestalten wir den Weg zu einer klimagerechten Mobilität, Landwirtschaft, Energieerzeugung und Wirtschaftsweise. Wir investieren in Radwege und öffentlichen Nahverkehr, fördern erneuerbare Energien sowie energetische Gebäudesanierung, bauen unseren Wald klimastabil um, renaturieren Moore und sorgen für den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Auch Städte und Gemeinden werden vom Land bei ihren Klimaschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel der energetischen Sanierung von Gemeindegebäuden, unterstützt.

Konsum nachhaltig gestalten

Ein nachhaltiger Lebensstil trägt direkt zum Klimaschutz bei. Hierzu zählt auch eine bewusste Ernährung. Sie hat Einfluss auf das Klima, das Grundwasser, unsere Böden und die Luft sowie auf die Artenvielfalt und das Tierwohl. Hessen unterstützt mit seiner Ernährungsstrategie „Essen in Hessen: gesund, regional, nachhaltig“ die Umstellung auf eine nachhaltigere Ernährung. Zusätzlich fördern wir die regionale Vermarktung heimischer Produkte. Unsere Landwirtschaft hat viel zu bieten und mit einem Einkauf im Hofladen unterstützen wir nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern vermeiden auch unnötige Transportwege. Damit eine gesunde und klimaschonende Ernährung nicht nur Zuhause, sondern auch bei der Arbeit, in Schulen und Kitas möglich ist, haben wir in diesem Jahr das neue Programm 100 KlimaKantinen gestartet. Dafür bauen wir ein Netzwerk mit Großküchen und Kantinen auf, stellen einen Leitfaden zur Umstellung auf Bio zur Verfügung und bieten individueller Beratung auf dem Weg zu nachhaltigen Großküchen an.

Doch nicht nur das Essen auch seine Verpackung, sollte nachhaltiger werden. Die immer größeren Mengen von Plastikmüll sind weltweit eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Mein Ziel ist es, dass die Menschen in Hessen die Möglichkeit haben, plastikarm einkaufen zu können. Deshalb regen wir mit unserer Plastikvermeidungsstrategie Hersteller und Einzelhandel dazu an, auf unnötige Verpackungen zu verzichten und stattdessen Lebensmittel auch unverpackt zu verkaufen. Es ist möglich hygienisch einwandfrei mit seinen eigenen Behältnissen an der Käse- oder Wursttheke oder der Gastronomie einzukaufen und immer mehr bieten das an. Damit reduziert sich nicht nur der Müll, sondern auch die Produktion von Einweg-Verpackung. Verpackungsfrei und mit eigenen Behältnissen einkaufen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

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