´Unchristlich´

Fulda. Eine Solidarittsbekundung hat der KAB-Bezirksverband Rhn/Vogelsberg an die Dura-Mitarbeiter gerichtet. Mit kollegialem

Fulda. Eine Solidarittsbekundung hat der KAB-Bezirksverband Rhn/Vogelsberg an die Dura-Mitarbeiter gerichtet. Mit kollegialem und solidarischem Gru" schreibt KAB Dizesansekretr Michael Schmitt:

Lieber Kollege Stefan Schfer, liebe Kolleginnen und Kollegen in der Dura!Mit Betroffenheit haben wir in den letzten Wochen erfahren mssen, dass das systematische Ausbluten eines heimischen Konzerns noch kein Ende gefunden hat. Geschftsfhrung und Finanziers einer in der osthessischen Region verwurzelten und frher auch eng verbundenen Firma hetzen hinter Profit-Rates" im Stil wohlbekannter Heuschrecken" her. Die regionale Verbundenheit und auch ein Betriebsergebnis, das alles andere als negativ ist, hlt die von Profitgier geleiteten Verantwortlichen nicht davon ab, den Mensch als Produktionsmittel an hinterste Stelle zu setzen. Jahrzehntelange Betriebszugehrigkeit und damit verbundene Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Betrieb und im Einsatz fr den Betrieb zhlen Nichts mehr.

Fr unser Verstndnis als katholischer Sozialverband ist ein solches Vorgehen mit einem Wort zu bezeichnen: unchristlich. Alle Grundwerte des Zusammenspiels zwischen Mensch und Wirtschaft, die zum Aufbau unseres Landes und auch des Konzerns Dura noch eine Rolle spielten, werden mit Fen getreten. Prinzipien der christlichen Gesellschaftslehre werden ad absurdum gefhrt.

Wo bleibt der Grundsatz Der Mensch steht vor dem Kapital". Begriffe wie Recht auf Arbeit" und damit verbundene menschliche Wrde" scheinen den Entscheidungstrgern weitestgehend unbekannt. ber die christliche Ethik hinaus sehen wir im Fall" der Dura auch einmal mehr der Verfassungsgrundsatz der Sozialverpflichtung des Eigentums verletzt. In diesem Sinne fordern wir Geschftsleitung und Entscheidungstrger auf, ihre, gegen die Arbeitnehmer und deren Familien in Osthessen, getroffenen Entscheidungen zu berdenken und zu revidieren.

Euch, Kolleginnen und Kollegen sprechen wir unsere Solidaritt aus und hoffen mit Euch, dass Eure heutige Protestveranstaltung solche Aufmerksamkeit erreicht, dass noch mehr Menschen unserer Region sich mit Euch solidarisieren und mit Euch gemeinsam Widerstand gegen die unsozialen Entscheidungen leisten."

+++ +++ +++

Der Bezirksvorstand der Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft (CDA) hat sich auf seiner letzten Sitzung mit den Vorgngen um die Dura Gruppe befasst und erklrt sich uneingeschrnkt solidarisch mit den Mitarbeitern der Dura. Es wurde einhellig begrt, dass sich die CDA Fulda an der am 22.01.2010 stattgefundenen Demonstration in Fulda aktiv beteiligt hat.

Der CDA Kreisvorsitzende Manfred Heimrich berichtete von der mit der IGM durchgefhrten Demonstration und der Abschlusskundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Fulda.

In seiner Rede an die Mitarbeiter der Dura und alle anwesenden Demonstranten prangerte er insbesondere die in der Vergangenheit gemachten Managementfehler an, die fr die schwierige Situation hauptverantwortlich sind. Darber hinaus belastet die Finanz- und Wirtschaftskrise das Unternehmen zustzlich. Er nahm das Unwort des Jahres 2009 Betriebsratsverseucht" zum Anlass darauf hinzuweisen, dass Betriebsrte keine Feinde bzw. Gegner sondern Partner der Geschftsfhrung zum Wohle der Mitarbeiter und des Unternehmens sind.

Die geplante Verlagerung der Produktion nach Hessisch Oldendorf schwcht den Standort in Fulda. Die Manahme ist nicht logisch und betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, da an dem neuen Standort die Produktion erst noch fr viel Geld aufgebaut werden muss. An dem neuen Standort fehlen darber hinaus die erforderlichen Fachkrfte.

Der Bezirksvorstand fordert ein Umdenken und ein Zukunftskonzept fr den Standort Fulda.

Der CDA Bezirksvorstand versichert den Mitarbeitern der Dura Gruppe volle Solidaritt bei ihrem Kampf um die Arbeitspltze zu.

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