,,Unfair, dass Wettbewerber unser Projekt schlecht reden``

Heggenstaller zu Unternehmermut und Eigeninteressen Lauterbach. Ich freue mich, dass wir die Gelegenheit zu einer Stellungnahme be

Heggenstaller zu Unternehmermut und Eigeninteressen

Lauterbach. Ich freue mich, dass wir die Gelegenheit zu einer Stellungnahme bekommen, sagt Clemens Pfeifer, mit seinem Cousin Michael Pfeifer einer der Geschftsfhrer der sterreichisch-deutschen Heggenstaller Holzindustrie GmbH mit Stammsitz in Imst (Tirol). Das Lauterbacher Werk wird organisatorisch an die Anton Heggenstaller GmbH ein Unternehmen der Pfeifer Gruppe in Bayern angebunden.

"Verzerrte Informationen"

Werkleiter und Prokurist Roger Frnkel spricht in seinem Statement gegenber Fulda Aktuell davon, dass in den letzten Wochen verschiedenen Wettbewerber ganz gezielt falsche oder verzerrte Informationen ber uns in Umlauf gebracht haben. Unkritisch wrde von einem Rohstoffbedarf von 1,2 Mio Festmeter ausgegangen. Diese Menge liegt sehr deutlich ber unseren Planungen. Er wisse nicht, wer solche Zahlen in die Diskussion werfe. Man drfe sich nicht von Wettbewerbern benutzen lassen, die mit uerst unfairen Mitteln versuchen, das fr die Region Vogelsberg so wichtige Projekt aus deren wirtschaftlichem Eigeninteresse zu verhindern. Hier die wesentlichen Aussagen Frnkels:

In Deutschland gibt es derzeit knapp 2.400 Sgewerke. Diese Zahl wurde von der Uni Hamburg sehr genau ermittelt. Ich wei nicht genau wie viele es in ganz Europa sind, aber es werden wohl an die 10.000 Betriebe sein. Wir sind einer davon. In ganz Europa werden ber 100 Mio. cbm Nadelschnittholz hergestellt. Davon hat das mit Abstand grte Unternehmen der Branche Stora Enso gerade mal einen Anteil von ca. 6%. Wir sind nochmals sehr viel kleiner als Stora Enso. Mir ist nun nicht klar, wie man hier von einer Monopolstellung reden kann. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es gibt wohl kaum ein Industriezweig, der derart fragmentiert und kleinstrukturiert ist wie die Sgeindustrie.

Wir sind ja selbst ein mittelstndisches Familienunternehmen, das in diesem Wettbewerb bestehen muss. Es ist in der Sgeindustrie wie in allen anderen Branchen auch: Diejenigen Unternehmen, die gut und weitsichtig gefhrt werden, die eine geeignete Strategie entwickelt haben und in ihrem Marktsegment gut positioniert sind, werden auch entsprechende wirtschaftliche Erfolge aufweisen.

Unternehmerischer Mut

Wir als mittelstndisches Familienunternehmen haben uns unsere Marktstellung ber drei Unternehmergenerationen hinweg mit viel unternehmerischem Mut und Geschick aufgebaut. Dass wir nun die Mglichkeit haben einen solchen Standort zu errichten, sind die Frchte jahrzehntelanger harter Arbeit. Natrlich ist es uns klar, dass der ein oder andere Wettbewerber uns nicht willkommen heit. Wir hatten in Bayern selbst zwei neue groe Wettbewerbsinvestitionen ber die wir uns nicht freuen, die wie in einer Marktwirtschaft aber akzeptieren mssen.

Ich kann mich hier nur wiederholen: Unternehmen, die gut am Markt positioniert sind, die technisch auf dem Laufenden geblieben sind, also einfach gut und strategisch in die richtige Richtung gefhrt wurden, werden wirtschaftlich immer gut da stehen, und das unabhngig von deren Gre. Sollten diese Vorraussetzungen bei dem einen oder anderen nicht erfllt sein, ist es natrlich Aufgabe des jeweiligen Unternehmers hierfr zu sorgen. Ein Wehklagen ber Wettbewerb wird dabei nicht wirklich weiterhelfen. Insofern kann ich Ihnen versichern, dass Reaktionen von Wettbewerbern unser Investitionsverhalten nicht beeinflussen werden.

Beitrag zum Klimaschutz

Wir sind in Lauterbach ausgesprochen willkommen. Wir werden sehr oft von Brgern angesprochen, die sich freuen, dass in einer Region, die wirtschaftlich so schwierig dasteht, investiert wird. Unsere Pressekonferenz ist gerade mal drei Wochen vorbei und schon haben wir sehr viele Bewerbungen von potenziellen Mitarbeitern vorliegen. Bei der ganzen Diskussion geht auch verloren, dass wir mit der geplanten Biostrom und Pelletproduktion einen ganz erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten werden. Es ist schlicht unfair, dass einzelne Wettbewerber aus deren Eigeninteresse heraus nun dieses Projekt schlecht reden.

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