Unser Kinderreporter Lucas: Vier erlebnisreiche Rhön-Tage

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„Fulda aktuell”-Kinderreporter Lucas Eschen über das „RhönSprudel Biosphären-Camp” mit einer großen Bildergalerie.

Von Lucas Eschen

Als ich die Absage von "RhönSprudel” bekam, war ich erst enttäuscht. Aber ein paar Wochen später, als ich beim Fahrradfahren war, rief meine Mutter an und sagte mir, dass ich der Kinderreporter von "Fulda aktuell” für das "RhönSprudel Biosphären-Camp” sein werde. Etwa drei Wochen später bekam ich noch eine Digitalkamera geschenkt, um Fotos im Camp zu machen.

Ganz schön dunkel – Tag 1

Die Ankunft war gegen 12 Uhr. Nachdem sich jeder angemeldet, sein Gepäck in denGepäckraum gestellt und seine Krankenkassenkarte abgegeben hatte, bekam man einen Namensanstecker und eine grüne Kappe, auf der "RhönSprudel Biosphären-Camp" stand. Als sich alle im Innenhof des "Ludwig-Wolker-Hauses" in Kleinsassen versammelt hatten, gab es eine kurze Begrüßungs- und Vorstellungsrunde der Betreuer. Nach der Verabschiedung der Eltern gab es Mittagessen. Danach gingen wir für eine kleine Vorstellungsrunde hoch zum Grillplatz, damit die Betreuer uns besser kennenlernen konnten und wir uns untereinander. Jeder sollte sagen, welche Erwartungen er für die fünf Tage hat, wie alt er ist und wo er herkommt, und natürlich wie er heißt. Danach wurden Regeln aufgestellt, wie "jeder hört jedem zu und lässt ihn ausreden”. Diese Regeln musste jeder unterschreiben.

Dann gab es ein paar Spiele, um sich unsere Namen und die Namen der Betreuer besser merken zu können. Nach den Spielen besprachen wir die Zimmereinteilung: Die Betreuer malten Kreise mit Dreien und Vieren auf den Boden. Nun war die Aufgabe, sich mit den Leuten in einen Kreis zu stellen, mit denen man in ein Zimmer wollte. Es durften nur so viele Leute in dem Kreis stehen, wie die Zahl auf dem Boden hoch war. Nach der Zimmereinteilung sollten wir unsere Betten beziehen. Für manche einfach, für andere wiederum eine echte Herausforderung.

Danach machten wir wieder ein paar Spiele zum Merken der Namen und hatten bis zum Abendessen noch etwas Freizeit für Fußball oder andere Dinge. Das Abendessen hat übrigens sehr lecker geschmeckt.Nach dem Essen, als es dunkel wurde, gingen wir in den Wald und teilten uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe versteckte sich, die andere musste sie suchen und umgekehrt. Danach ging es hoch auf den Stellberg. Dort haben wir uns angeschaut, wie ein von einem Eichhörnchen und einer Maus abgefressener Zapfen aussieht.

Anschließend ging es an eine Stelle, an der man sehen konnte, dass alle Berge der Rhön aus Vulkanen entstanden sind. Dann haben sich ein paar von uns einen Fuchsbau angeschaut und sind hinein geklettert. Danach gab es noch eine Mutprobe für alle, denn wir mussten ganz alleine einen ganz dunklen Pfad nach unten gehen. Nach der Mutprobe liefen wir alle wieder zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus" und haben uns bettfertig gemacht.

Mit Rhön-Lamas – Tag 2

Hmmm… Lecker Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme, so bin ich in den Tag gestartet. Als ich nach dem Frühstück erfahren habe, dass wir mit den Rhön-Lamas um die Milseburg wandern, war ich total begeistert. Denn meine Familie und ich wollten auch schon mal eine Lama-Tour machen. Gemeinsam mit acht Lamas sind wir um die Milseburg gewandert. Das Lama von meiner Gruppe hieß "Pablo". Auf der Tour haben wir eine Pause eingelegt und in einem Restaurant zu Mittag gegessen: Es gab Schnitzel mit Pommes.

Nach dem Essen wanderten wir noch ohne die Lamas kurz zu einer Ausgrabungsstelle inder Nähe. Die Archäologen suchten dort nach Gegenständen der Kelten, die sich vor langer Zeit auf der Milseburg angesiedelt hatten. Eine Archäologin erklärte uns viel über die Kelten und weshalb sie gerade die Milseburg wählten. Danach wurden uns noch Ausgrabungsfunde gezeigt. Anschließend ging es für uns zurück zu den Lamas, mit denen wir wieder zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus" wanderten. Vor dem Abendessen haben wir noch ein bisschen Fußball gegen die Betreuer gespielt.

Etwas später gingen wir in den Wald und mussten nur aus Naturmaterialien eine Kugelbahn bauen, auf der eine Sache in Bewegung gesetzt wurde. Einmal durfte die Kugel den Boden nicht berühren und einmal durfte man die Kugel nicht sehen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und hatten eine Stunde Zeit für den Bau der Kugelbahn. Die Stunde ging ziemlich schnell vorbei und mein Team hat es gerade so geschafft, die Bahn fertig zu bauen. Man hatte drei Versuche, in denen die Kugel alle Kriterien erfüllen musste. Alle Kugelbahnen haben funktioniert. Bei meinen Team sogar beim ersten Versuch. Anschließend ging es zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus".

Von Quelle bis Flasche – Tag 3

Morgens nach dem Frühstück haben wir einen Vortrag über Quellen gehört. Danach, als sich alle Schuhe angezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zu einer Quelle ganz in der Nähe des "Ludwig-Wolker-Hauses". Als wir dort ankamen, erkundeten wir die Umgebung: Welche Pflanzen stehen in der Nähe der Quelle? Wie warm ist die Luft? Welche Tiere leben in der Umgebung? Danach war die Quelle an derReihe: Welche Tiere leben dort? Wie hoch ist der Ph-Wert des Wassers? Wie warm ist das Wasser?

Nachdem wir uns die Quelle angeschaut hatten, ging es zum Mittagessen wieder zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus". Gut gestärkt ging es danach mit dem Bus zu "RhönSprudel" nach Weyhers. Als wir dort ankamen, haben wir zunächst etwas über die 18 Quellen erfahren, aus denen "RhönSprudel" das mineralhaltige Wasser abzapft. Anschließend mussten wir für die Fabrik-Besichtigung weiße Kittel und eine Kopfhaube anziehen. Als wir im Fabrik-Inneren waren, wurde uns erklärt, was die Maschinen alles machen. Da gab es zum Beispiel eine Maschine, die Mehrwegflaschen säuberte. Am Ende der Führung durften wir Produkte von "RhönSprudel" probieren: Limonade, Apfelschorle, ISO, Vital und Wasser.

Nachdem wir wieder mit dem Bus zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus" gefahren waren, gab es Abendessen und danach noch einen Vortrag über Fledermäuse. Bei Einbruch der Dunkelheit gingen wir zum Waldrand und suchten Fledermäuse mit mehreren Fledermaus-Detektoren, welche die Geräusche der Fledermäuse für unsere Ohren hörbar machten. Die meisten Fledermäuse befanden sich vor der Haustür des "Ludwig-Wolker-Hauses".

Auf der Wasserkuppe – Tag 4

Nach dem Frühstück hieß es für uns erst einmal, mit Sonnenmilch eincremen und Trinkflaschen auffüllen, denn es ging auf die Wasserkuppe. Etwa eine halbe Stunde nach dem Packen der Rucksäcke, fuhren wir mit dem Bus auf Hessens höchsten Berg. Als erstes gingen wir zur hessischen Verwaltungsstelle der Rhön und schauten uns einen Film über die Tiere der Rhön an. Anschließend mussten wir ein verstecktes Tier in einem Wald finden: eine Wildkatze. Als wir diese gefunden hatten, erfuhren wir noch etwas über Wildkatzen und über den Unterschied zwischen einer Hauskatze und einer Wildkatze. Kurze Zeit später machten wir ein Spiel auf einer Wiese, bildeten eine Schlange und erhielten Augenbinden zum Aufsetzen. Der Vorderste musste einer Glocke folgen und die anderen mussten sich auf ihren Vordermann verlassen. Wir wurden dann zu einem Bergkamm mit einer tollen Aussicht geführt, wo wir die Augenbinden abnahmen.

Danach liefen wir um den Radom und weiter zur Fliegerschule, wo wir im Restaurant "Weltensegler" zu Mittag aßen. Vom Restaurant aus konnte man den Fliegern beim Starten und Landen zusehen. Als alle gestärkt waren, ging es auf den Flugplatz. Dort schauten wir uns ein Segelflugzeug an und lernten die Funktionen der Knöpfe und Hebel im Cockpit kennen. Auch wurde uns erklärt, wie man ein Segelflugzeug steuert. Danach ging es mit dem Bus weiter zu einem Bauernhof. Dort bestaunten wir zuerst einen Melkroboter. Danach gingen wir zu den Tieren. Die Zunge der Kühe fühlte sich auf der Hand ganz rau an! Nach dem Rundgang haben wir Pizza, Kuchen und Kartoffelpuffer und für jedes Kind einen Laib Brot gebacken. Das lange Warten darauf hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn das Gebackene hat super geschmeckt.

Einige Zeit später gab es für uns im "Ludwig-Wolker-Haus" einen Vortrag über Sterne. Nach Einbruch der Dunkelheit gingen wir auf ein Feld, auf dem drei Teleskope aufgestellt waren. Mit den Teleskopen konnte man den Mond beobachten und bei völliger Dunkelheit sogar die Milchstraße. Vor der Nachtruhe im führte uns Maik, einer der Betreuer, noch eine coole Feuershow vor.

Nach dem Frühstück war Betten abziehen und Zimmer fegen angesagt. Etwas später kam noch ein Falkner mit einem Wüstenbussard und einem Uhu und erzählte uns viel über Greifvögel. Zum Schluss durfte jeder noch den Uhu "Pimpf" mit einem Handschuh auf den Arm nehmen.

Am Nachmittag kamen die Eltern zum gemeinsamen Grillen. Wir selbst erhielten Geschenke von "RhönSprudel", darunter eine rote Trinkflasche und Urkunden, auf denen steht, dass wir uns ab sofort "Biosphären-Scout" nennen dürfen.

Mein Fazit: Das "RhönSprudel Biosphären-Camp" war super!

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