Unwetter: Feuerwehren meisterten über 330 Einsätze

Die starken Regenfälle sorgten im gesamten Fuldaer Kreisgebiet für Einsätze der Feuerwehren und Rettungskräfte.
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Die starken Regenfälle sorgten im gesamten Fuldaer Kreisgebiet für Einsätze der Feuerwehren und Rettungskräfte.

Notrufnummer der Leitstelle war zeitweise überlastet

Region. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten haben am frühen Sonntagmorgen eine Bilanz der Einsätze des Unwetters gezogen, das am Samstag über der Region tobte.

Aufgrund Starkregens von 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter in der Stunde kam es hier zu überfluteten Straßen, unzähligen herausgesprungen Gulli- und Kanaldeckeln, vollgelaufenen Kellern und Erdabgängen. Die Feuerwehr registrierte für den Landkreis Fulda 330 Einsätze, die aufgrund der Schadenslagen auch am Sonntag noch abgearbeitet werden müssen. Der Schwerpunkt lag mit 230 Einsätzen im Stadtgebiet Fulda .

Glücklicher Weise wurde bei all diesen Ereignissen niemand verletzt.

Auf den Autobahnen rund um Fulda ereigneten sich aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse vier Unfälle. In Höhe Flieden verlor auf der A 66 ein 19-Jähriger aus Frankfurt die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich auf der Böschung. Er und sein Beifahrer mussten mit vermutlich leichten Verletzung in Fuldaer Krankenhäuser eingeliefert werden. Die übrigen Unfälle blieben ohne Personenschaden. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg blieb von der Gewitterfront unbehelligt. Im Vogelsbergkreis musste bei Alsfeld-Eifa die L 3144 wegen Überflutung gesperrt werden.

Situation in Fulda

Die außergewöhnlichen Starkregenereignisse im Laufe des Samstags haben für die Fuldaer Wehren zu einer besonderen Einsatzlage geführt. Seit den Nachmittagsstunden kam es zu rund 230 Einsätzen in der Fuldaer Innenstadt und den Stadtteilen. „Es waren 200 haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Fuldaer Wehren sowie 70 Kameradinnen und Kameraden aus dem Kreisgebiet im Einsatz“, berichtet Einsatzleiter Bernd Gottschalk. Die Feuerwehr bat dabei um Verständnis dafür, dass aufgrund der hohen Anzahl Priorisierungen vorgenommen werden mussten, so dass nicht alle Einsätze unmittelbar bearbeitet werden konnten. Die Arbeiten nahmen die ganze Nacht in Anspruch und werden auch am Sonntag noch andauern..

In Anbetracht der Wettervorhersagen für den Tag hatte die Leitstelle bereits alle möglichen Vorkehrungen getroffen und das Personal verstärkt. Dennoch kam es aufgrund der extrem hohen Anzahl von Anrufen kurzzeitig zu einer Überlastung der Notrufnummer der Leitstelle, die aber schnell aufgelöst werden konnte.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der sich in der Leitstelle ein Bild von der Lage machte, dankte allen ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrkräften sowie der Versorgungsgruppe des DRK Kreisverbands Fulda für ihren Einsatz und lobte die Solidarität im Kreisgebiet. „In einer solchen Situation zeigt sich, wie wichtig es ist, dass wir gut ausgestattete Wehren haben und welch hohe Bedeutung das Engagement für die Feuerwehr hat.“

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