Unzulässige Telefonwerbung

Fulda. Die Telefonwerbe-Praxis der eprimo GmbH bei WAG-Kunden verstt gegen geltendes Recht. Das Landgericht Fulda hat es dem Untern

Fulda. Die Telefonwerbe-Praxis der eprimo GmbH bei WAG-Kunden verstt gegen geltendes Recht. Das Landgericht Fulda hat es dem Unternehmen, einer Tochtergesellschaft der RWE AG, jetzt per einstweiliger Verfgung untersagt, Kunden der WAG ohne deren vorherige Einwilligung anzurufen, um Angebote zum Wechsel des Stromanbieters zu unterbreiten.

Aufgrund zahlreicher Beschwerden von Kunden der WAG wegen unerwnschter belstigender Telefonanrufe von eprimo hatte das fhrende osthessische Energieversorgungsunternehmen bei Gericht einen Antrag auf einstweilige Verfgung gegen diese unzulssige Art der Telefonwerbung gestellt, nachdem eprimo auergerichtlich nicht bereit gewesen war, auf die Vorwrfe zu reagieren. In ihrem Beschluss vom 20. Mai 2010 hat die 2. Zivilkammer des Landgerichts Fulda der eprimo GmbH vollumfnglich untersagt, WAG-Kunden ohne deren vorherige ausdrckliche Einwilligung zu Werbezwecken anzurufen.

Wir begren die eindeutige Entscheidung des Gerichts", sagt Dipl.-Ing. Gnter Bury, Vorstand der berlandwerk Fulda Aktiengesellschaft, zu dem Beschluss des Landgerichts Fulda. Die WAG ist jederzeit bereit, im fairen Wettbewerb gegen Mitbewerber anzutreten. Wer sich jedoch ber gesetzliche Regelungen hinwegsetzt, um Kunden zu gewinnen, ist kein fairer Marktteilnehmer. Die Unterlassungs-verpflichtung ist daher das richtige Signal", erklrt WAG-Vorstand Gnter Bury.

Telefonwerbung gegenber Verbrauchern ist nur noch gestattet, wenn die Verbraucher dem Anrufer zuvor ihre ausdrckliche Einwilligung erklrt haben. Verbraucher sollten sich daher zuknftig gegen unerwnschte Telefonwerbung schtzen, indem sie sehr sorgfltig prfen, wem gegenber und in welchem Umfang sie ihre Einwilligung zum Beispiel im Internet erklren. Oftmals wird im Rahmen von Gewinnspielen eine Einwilligung in die telefonische Gewinnbenachrichtigung mit der Einwilligung in Werbeanrufe durch Partnerunternehmen des Gewinnspiel-veranstalters verbunden. Dabei sind teilweise mehr als 40 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen genannt, die dann bei den Verbrauchern anrufen.

Die WAG bittet ihre Kunden bei erneuten Vorfllen unerwnschter Werbeanrufe der eprimo GmbH um eine entsprechende Mitteilung, um dieser unzulssigen Werbe-praxis ein Ende zu bereiten. Sollte die eprimo GmbH erneut gegen die Untersagungsverpflichtung verstoen, droht ihr ein empfindliches Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro.

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