Vatertag: Ein Tag für die Familie

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Klartext über den Vatertag und warum dieser ein Tag für die Familie sein sollte

Am kommenden Donnerstag mutieren auch bei uns in der Region wieder die Männer ab etwa 16 Jahren plötzlich alle zu Vätern. Aber nicht, weil sie alle auf einmal Kinder bekommen haben, sondern, weil sie feiern wollen. Denn dann ist Christi Himmelfahrt, beziehungsweise Vatertag. Mit Bollerwagen, Bier und Schnaps wird an diesem Tag durch das Land gezogen – stets auf der Suche nach Spaß. Und so wird dieser – eigentlich sehr christliche Feiertag – vielerorts zu einem Saufgelage. Klar, als Jugendlicher ist sowas durchaus lustig, aber ab einem gewissen Alter sollten diese Bollerwagen-Touren vielleicht nicht mehr gar so üppig ausfallen. Für alle Väter, die etwas auf sich halten, ist es in meinen Augen jedenfalls lächerlich, solches Bollerwagentum als Vatertag zu bezeichnen.

Meiner Meinung nach sollten Väter den Tag als Familientag nutzen und ihn dementsprechend mit ihren Kindern (sollten sie tatsächlich welche haben) verbringen. Die meisten von ihnen müssen viel arbeiten, sind häufig erst abends zuhause, haben nicht viel von ihren Kindern oder ihrer Ehefrau. Am Wochenende liegt dann Arbeit an Haus und Garten an. Deshalb kann dieser Feiertag dem Familienleben durchaus auf die Sprünge helfen.Verstehen Sie mich nicht falsch: Nichts spricht gegen einen gepflegten Männertag oder -abend, aber dieser Tag ist vielleicht nicht so ganz dafür geeignet: Ein Tag, an dem der auferstandene Christus in den Himmel auf den "Platzt zur Rechten Gottes" erhoben wurde.

Es gibt viele schöne Vatertagsfeste bei uns in der Region, zum Beispiel von den "Wander- und Radsportfreunden Welkers" oder vom "Musikverein Mittelrode" – da können die Väter quasi gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Meist gibt’s Bier, man unternimmt etwas mit der Familie und Kinderbelustigung ist häufig auch inklusive. ;-)Der Vatertag hat nach wie vor nicht den gleichen Stellenwert wie der Muttertag – überall wird daran erinnert, etwas für die Mutter zu besorgen: ein Parfum, Blumen oder Pralinen. Aber ich finde, dass die meisten Papas auch mal ein Frühstück im Bett, eine Karte oder zumindest einen Anruf verdient haben. Schließlich wären wir auch ohne sie – und nicht nur ohne die Mamas – nicht auf dieser Welt.

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