Verborgenes Material

Von CHRISTOPHER GBELWeyhers. Rainer Erdmann ist auf der Suche. Er sucht nach zwei Fuldaern, die in den 20-er oder 30-er Jahren des vergang

Von CHRISTOPHER GBEL

Weyhers. Rainer Erdmann ist auf der Suche. Er sucht nach zwei Fuldaern, die in den 20-er oder 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Land der antiken Kultur bereist haben. Damit ist dem Text auf einer Abiturkarte nach Italien gemeint. Auf der Karte sind die beiden jungen Mnner abgebildet, die in Ruberzivil in die Kamera schauen.

In der heutigen Zeit von E-Mails und SMS sind solche Abiturkarten aus der Mode gekommen, sagt Rainer Erdmann. Er sammelt Abiturkarten aus Fulda und dem Fuldaer Raum. Die ihm vorliegenden Studentika hat er bereits in einem knapp 50-seitigen A5-Arbeitsheft zusammengefasst.

Schulen der Region

Diese interessante Reise in die Vergangenheit gibt einen berblick ber die Schulsitation des beginnenden 20. Jahrhunderts in der Region.Die auf den Karten abgebildeten Schulen sind vor allem das Gymnasium Fulda, die Oberrealschule, die Winfriedschule, das Lyzeum/Oberlyzeum (heute Marienschule), die Gewerbliche Berufsschule und die Hhere Handelsschule.

Sprche wie Wandelt, Brder, eure Bahn / Freudig wie ein Held zum Siegen (Schiller), Uns trennt das Schicksal Unsere Herzen bleiben einig oder Per Aspera ad Astra (Durch das Dunkel zum Licht) sind auf den Karten zu lesen.

Bei Abiturkarten handelt es sich um einen besonderen Typus von Glckwunscharten, erlutert Erdmann. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren diese Karten von professionellen Graphikern und Verlagen hergestellte Postkarten, auf der Rckseite mit einem Adressfeld versehen.

Die Motive beschreiben zum Teil die jeweils herrschenden politischen und gesellschaftlichen Verhltnisse. Der Schulabgnger springt hinaus ins Leben, whrend hinter ihm als groer grauer Schatten ein die Kriegsfackel tragender Wehrmachtsoldat drut, beschreibt Erdmann eine Karte aus den Kriegsjahren 1940/1941.

Auf der Suche

Sicherlich schlummert noch viel verborgenes Material in Kisten und Heftern, vermutet Rainer Erdmann. Er mchte seine Sammlung gerne vergern, dafr reicht im das Einscannen der vorhandenen Karten fr seine Dokumentation. Die Karte selbst kann beim Inhaber verbleiben.

Wer auf dem Speicher oder im Keller in einer alten Kiste eine solche Abiturkarte findet, kann sich an Rainer Erdmann, Telefon 06656/911995, Fax 06656/911996 oder per E-Mail an erdmanns-fuldaer-muenze@t-online.de wenden.

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