Vereine der Region: Aus Liebe zur Heimat

Der Verein bietet Klein und Groß ein vielseitiges Programm.
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Der Verein bietet Klein und Groß ein vielseitiges Programm.

Der Heimatverein Harmerz wahrt die Traditionen, kümmert sich um die Pflege der Naturwiesen und bietet Klein und Groß ein vielfältiges Programm.

Fulda. Johann Nepomuk Vogl, ein österreichischer Schriftsteller, sagte einst: "Die Heimat bleibt doch immer der schönste Fleck der Welt".  Heimat ein Wort mit vielen Bedeutungen. Ein Wort, das viele Emotionen an sich bindet. Doch was heißt Heimat heute? Vogl lebte im 19. Jahrhundert. Ist Heimat im 21. Jahrhundert immer noch der schönste Fleck auf der Welt?

Der "Heimatverein Harmerz" beantwortet diese Fragen mit einem klaren "Ja".  "Die Heimat ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Heimat ist ein Gefühl, dass sich zu pflegen lohnt", so Timo von Keitz, Vorsitzender des Vereins.  Traditionen wahren, Gepflogenheiten weitergeben und den regionalen Dialekt nicht aussterben lassen, das hat sich der "Heimatverein Harmerz" zur zentralen Aufgabe gemacht.Seit 1995  engagiert sich der Verein in Sachen Heimatpflege und ist im Laufe der Zeit von 20 auf rund 190 Mitglieder gewachsen. "Wir sind nicht nur jung an Vereinsjahren, sondern auch unser Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren", so von Keitz.

Das Besondere an diesem Verein ist, dass ganze Familien einem gemeinsamen Hobby nachgehen können. Denn das jüngste Mitglied des Vereins ist vier Jahre alt, das älteste 87. "Wir bieten für alle Altersgruppen etwas und schätzen die Vielfalt unserer Mitglieder", sagt der Vorsitzende.Jedes Jahr bietet der Verein tradtionelle Veranstaltungen an. Pünktlich zum Frühjahr werden die umliegenden  Streuobstwiesen, Sträucher und Hecken des Dorfes fit für den Sommer gemacht und über das ganze Jahr von Vereinsmitgliedern gepflegt."Sehr beliebt ist bei den Kindern das Runkelschnitzen", erklärt der Vater zweier Kindern. Aber auch das  jährliche Kartoffelfeuer, das angelehnt an das Verbrennen der Kartoffelsträucher nach der Ernte ist, erfreut sich großer Beliebtheit in Harmerz.

"Um unseren Kindern die Natur wieder etwas näher zu bringen, übernimmt jedes Kind eine Patenschaft für einen Obstbaum.", berichtet von Keitz. Die Kinder pflegen den Baum, Ernten die Früchte und helfen bei der Herstellung des Safts. Als weiteres Highlight hat der "Heimatverein Harmerz" eine "Naturerlebniswiese" mit einer Eidechsenburg, einem Insektenhotel, einem Igeldorf und einem kleinen Feuchtbiotop angelegt. "Diese Wiese wird gern von Schulklassen und Kindergartengruppen besucht", erzählt von Keitz.

Traditionen wahren

Nicht nur die Pflege des Landschaftsbilds liegt dem Verein am Herzen, sondern auch die Bewahrung von Traditionen und alten Geschichten rund um das Dorfgeschehen. So wurden von Vereinsmitgliedern in liebevoller Arbeit Geschichten und Erzählungen in Büchern wie "Alt-Harmerz" und "Harmerzer Chronik" zusammengetragen. Auch sogenannte Nostalgiefahrten werden von dem Verein angeboten. "Bei einer solchen Fahrt werden besondere Orte rund um das Dorf besucht und deren Geschichten erzählt", erklärt der Vorsitzende. Eine weitere Tradition ist das alle zwei Jahre stattfindende Theater in Mundart. Die Theatergruppe des Vereins spielt an zwei Wochenenden ein volkstümliches Lustspiel. Durch die Aufführungen soll der heimische Dialekt gelebt und an jüngere Einwohner und Besucher weitergeben werden.

Der Verein erkundet aber auch gemeinsam die Heimat anderer Menschen, so wird es in diesem Jahr eine Familienfahrt nach Kassel zum Weltkulturerbe "Herkules" geben."Mit unserer  Vereinstätigkeit möchten wir als Teil der Vereinsgemeinschaft, ein attraktives Programm für alle Mitbürger bieten für die ,Alteingesessenen’ ebenso für die neu Zugezogenen", schließt von Keitz ab.

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