Verfahren wegen vermeintlicher Schüsse auf einen Lkw auf der A7 eingestellt

Laut Staatsanwaltshaft gab es keine Schüsse auf einen fahrenden Lkw auf der A7.
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Laut Staatsanwaltshaft gab es keine Schüsse auf einen fahrenden Lkw auf der A7.

Bei dem Vorfall im November 2020 handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um einen Unfall und kein Verbrechen.

Fulda. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat das Ermittlungsverfahren wegen der vermeintlichen Schüsse vom 05.11.2020 auf einen auf der A7 fahrenden LKW eingestellt. Nach Abschluss umfangreicher Ermittlungen, insbesondere der Einholung mehrerer Sachverständigengutachten – sowohl des HLKA als auch der DEKRA sowie des Gerichtsmedizinischen Instituts –, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei dem Einschlag in die Windschutzscheibe des Lkw, durch welchen der Fahrer desselben nicht unerheblich, aber auch nicht konkret lebensgefährlich verletzt wurde, um ein Unfallgeschehen gehandelt hat.

Ein Projektil konnte trotz umfangreicher Suche weder am Tatort noch in Tatortnähe oder im betroffenen Lkw aufgefunden werden. Zudem konnten weder Schmauch- noch Bleispuren an der Windschutzscheibe gesichert werden, wohl aber Zinkpartikel, die zu einem im Führerhaus aufgefunden Radmuttersteckschlüssel bzw. einem Felgenschlossadapter passten. Eine Untersuchung der an dem Steckschlüssel gesicherten Glassplitter führte überdies zu dem Ergebnis, dass die Spuren in ihrer physikalischen Eigenschaft nicht von Vergleichstücken, die von der Innen- und Außenscheibe des LKW genommen worden waren, unterscheidbar waren.

Nachdem auch ein ergänzend eingeholtes rechtsmedizinisches Gutachten bestätigen konnte, dass der Steckschlüssel geeignet ist, die konkreten Verletzungen des Geschädigten zu erklären und das beauftragte DEKRA-Gutachten dieses Ergebnis zusätzlich aus technischer Sicht stützt, muss davon ausgegangen werden, dass die Verletzung des Geschädigten nicht durch eine vorsätzliche Handlung eines Dritten verursacht worden ist, sondern durch einen entweder versehentlich an einem Reifen eines vorausfahrenden PKW vergessenen oder aber auf der Fahrbahn liegenden Radmuttersteckschlüssel/Felgenschlossadapter, welcher hochgeschleudert wurde und die Windschutzscheibe des Lkw des Geschädigten durchschlagen hat.

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