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Ihnen gilt Dank: "Vergessene Helden" der Coronakrise

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"Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz erwähnt in seinem Zwischenruf die Nicht-Genannten

Fulda - Die Coronakrise verändert unsere Gesellschaft. Plötzlich werden Dinge möglich, die wir vor vielleicht einem Monat noch für höchst unrealistisch gehalten hätten. Solidarität beispielsweise; der völlig uneigennützige Wille, anderen zur Seite zu stehen. Mitmenschlichkeit lautet das Gebot der Stunde, und überall – gerade auch in unserer Region – bilden sich Initiativen. Das stimmt mich optimistisch und macht mir Mut für die Zeit danach.

Ja, es gibt sie, diese vielen „stillen“ Helden des Alltags, die in den unterschiedlichsten Berufen tätig sind und Tag für Tag „ihre Frau/ihren Mann“ stehen. Ihnen hatten wir in der vergangenen Ausgabe unserer Wochenzeitung mit einer Anzeige ganz besonders danken wollen. Eine Aktion, die nicht nur bei den Betroffenen, sondern bei sehr vielen unserer Leser sehr gut angekommen ist und ein höchst positives Echo gefunden hat.

Doch, um Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ zu zitieren, neben denjenigen, die im Lichte stehen, gibt es immer auch jene im Schatten. Und die sieht man nicht. Will sagen: Bei unserer Dank-Anzeige gab es leider einige Berufsgruppen, die keine Erwähnung fanden, es aber natürlich genauso verdient haben. Gewissermaßen „Vergessene Helden“.

Zu nennen wären in dieser Kategorie beispielsweise die Landwirte, die unermüdlich für unser "täglich Brot" sorgen. Oder all‘ jene, die in Apotheken beschäftigt sind und in diesen Tagen einen regelrechten Ansturm von Kunden bewältigen müssen. Ob jetzt Apotheker, PTA oder PKA: sie arbeiten direkt an vorderster Front, versuchen, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen und geben Ihr Bestes. Und sind dabei immer dem Risiko ausgesetzt, sich selbst anzustecken.

Erwähnenswert sind aber auch jene, die vielfach dafür sorgen, dass in den Geschäften und Einkaufsmärkten, die (noch) geöffnet sind, alles seinen geordneten Gang nimmt. Also Angehörige von Sicherheitsdiensten, die in der Vergangenheit mitunter einen eher skeptischen Blick kassieren mussten, in diesen Tagen aber einen sehr wertvollen Dienst verrichten. Wie im Übrigen auch die  mitunter vielfach gescholtenen Lkw-Fahrer: Ohne ihre Arbeit würden wir versorgungsmäßig wohl sehr schnell „auf dem Trockenen“ sitzen. Und ohne die Reinigungskräfte nicht saubere und hygienisch einwandfreie Räumlichkeiten vorfinden.

Blieben schließlich noch die unzähligen freiwilligen Helfer, die nicht viel Aufhebens um ihr Engagement machen, sondern immer dann zur Stelle sind, wo sie gebraucht werden. Sei es nur, um der älteren Nachbarin einzukaufen oder ... oder ... oder...

Ihnen allen ein von Herzen kommendes DANKESCHÖN!

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