"Stück Normalität für die Geschäftsleute und für die Gemeinde"

Verkaufsoffener Sonntag am 24. Mai: Gespräch mit Petersberger Bürgermeister Carsten Froß

Petersberg - Der verkaufsoffene Sonntag, der auf Initiative des Gewerbevereins „Einkaufswelt Petersberg“ am 24. Mai durchgeführt wird, soll nach Ansicht von Bürgermeister Carsten Froß „ein Stück Normalität“ zurückbringen. Dies zum einen den Gewerbetreibenden, die an diesem Tag ihre Tore öffnen, zum andern aber auch der Gemeinde selbst.

„Klar ist, dass es kein ,normaler‘ verkaufsoffener Sonntag werden wird“, unterstreicht Froß im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Und äußert Lob für die „Einkaufswelt“ mit ihrem Vorsitzenden Dieter Schützeichel, unter den Rahmenbedingungen der Coronakrise eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. „Die dabei gezeigte Kreativität hat mich schon sehr erfreut“, so der Verwaltungschef.

Für die Gewerbetreibenden solle der Sonntag dazu dienen, den Kunden zu zeigen, „dass wir wieder für sie da sind“. Und für die Gemeinde sei es wichtig, „uns wieder als Marke zu präsentieren und Interesse über die Grenzen hinaus zu wecken. Denn nach einem Besuch des verkaufsoffenen Sonntages sagt dann vielleicht der eine oder andere: Oh‘, das ist ja ganz nett hier. Da kann ich auch einmal unter der Woche hinfahren“.

Klar ist laut Froß, dass die vom Land Hessen aufgestellten Vorgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie auch am verkaufsoffenen Sonntag gelten und dass jeder einzelne Gewerbetreibenden für deren Umsetzung verantwortlich ist. Dazu gehört auch, dass es keine Freifläche für Sonderaktionen wie eine Hüpfburg geben wird. Und es sei auch klar, dass die Ordnungsbehörde Kontrollen durchführen könne, ob die Vorgaben eingehalten würden.

Dem Bürgermeister liegt sehr viel daran zu zeigen, dass die Gemeinde für ihre Gewerbetreibenden da ist und sie auch während der schweren Herausforderungen in der Coronakrise nicht im Stich lässt. Dazu gehört auch, dass verschiedenen Unternehmen die Gewerbesteuer gestundet worden ist, „und zwar zinsfrei“, wie Froß betont. Damit habe man ein Signal setzen wollen, dass man die Unternehmer in dieser Zeit nicht noch über Gebühr belasten wolle.

Apropos Corona-Pandemie: Der Bürgermeister lobt seine „hochaktiven und kreativen Mitarbeiter“, die mitunter Dinge ganz unbürokratisch geregelt haben, um trotz aller Einschränkungen den Bürgern bei den unterschiedlichsten Anlässen helfen zu können. Froh sei er darüber, dass in allen Bereichen der Verwaltung bislang noch kein einziger Quarantänefall aufgetreten sei.

„Die Gemeinde Petersberg ist in der glücklichen Lage, in dieser finanziell angespannten Situation auf ihre Rücklagen zurückgreifen zu können“. Dies auch vor dem Hintergrund, „dass wir Stand Dienstag eine Million Euro an Gewerbesteuerausfällen verkraften müssen“. Aktuell werde ein Katalog erarbeitet, welche Sparmaßnahmen ergriffen werden können, um der Gemeindevertretung vorgelegt zu werden. Der Gürtel werde enger geschnallt werden müssen, doch werde man auch dieser Herausforderung mit Kreativität begegnen und sie meistern.

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