Parkplatzsituation auf Wasserkuppe wird verbessert

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Als vorerst letzter Bauabschnitt zur besseren Verkehrslenkung wird der Parkplatz Richtung Abtsroda umgestaltet

Wasserkuppe - Die Verkehrslenkung ist von entscheidender Bedeutung für die künftige Entwicklung der Wasserkuppe als touristische Marke in der Region. Da die hohe Besucherfrequenz erhebliche Auswirkungen auf den Lebensraum hat, muss diese Entwicklung umweltverträglich gestaltet werden – in erster Linie durch ein Leitsystem zur Steuerung der Besucherströme.

Aus diesem Grund beinhaltet der Masterplan für die Wasserkuppe ein umfassendes, in die Zukunft gerichtetes Verkehrskonzept, das abschnittsweise umgesetzt wird. Bereits abgeschlossen sind die verkehrsberuhigte Neugestaltung der Freifläche vor dem Rhön-Info-Zentrum, die Errichtung einer Wendeschleife an der Fuldaquelle, die Sanierung der Parkplätze in Richtung Fuldaquelle sowie die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes in Höhe der Parkanlage in Richtung Abtsroda, die jetzt als letzte größere Maßnahme umgestaltet wird. Die Arbeiten hierfür haben Mitte Mai begonnen und sollen bis Mitte Juli beendet sein.

In der Vergangenheit war die Verkehrssituation vor allem bei Großereignissen und an besucherstarken Tagen durch regelmäßige Staulagen, blockierte Straßen, nicht abfließenden Parkplatzsuchverkehr, ein gehäuftes Unfallgeschehen sowie versperrte Rettungswege gekennzeichnet. Steuerungsmöglichkeiten fehlten gänzlich. Zudem reichten die Parkplätze in Spitzenzeiten nicht aus. Auch mussten Busse rückwärts rangieren. Als problematisch erwies sich weiterhin, dass keine Brechung des Verkehrs erfolgte. Ein Behelfsparkplatz neben dem Flugfeld konnte nur bei anhaltendem Frost geöffnet werden, um Schäden am Borstgrasrasen zu vermeiden.

Die Umgestaltung des Parkplatzes in Richtung Abstroda umfasst zum einen die Instandsetzung und Erweiterung der bestehenden Parkflächen. Bauträger der eigentlichen Sanierung, die für 573.000 Euro vergeben wurde, ist das Land Hessen. Für die Erweiterung der Parkflächen in diesem Bereich kommt der Landkreis Fulda auf, wobei sich die Kosten auf 120.000 Euro belaufen. Der Landkreis finanziert im Übrigen auch die Anlage eines straßenbegleitenden Fußwegs von den Parkplätzen in Richtung Fuldaquelle zum Gipfelplateau. Diese Arbeiten werden zeitgleich ausgeführt. Hier betragen die Kosten 72.000 Euro.

Zum anderen schafft die Firma "Wiegand" auf eigene Kosten weitere Parkmöglichkeiten zwischen den derzeitigen Stellplatzen und der Landesstraße nach Abtsroda. Gestaltung, Erschließung und Auslegung der neuen Parkanlage folgen einem übergreifenden Konzept. Die Grünfläche zwischen beiden Ebenen wird naturnah gestaltet und mit kleineren Aufenthaltsbereichen ausgestattet. Insgesamt werden nach Abschluss der Baumaßnahme knapp 300 Parkplätze zur Verfügung stehen. Vorher waren es nur 134 Stellplätze. Auch sind Querungshilfen in Richtung Märchenwiese sowie eine Neuregelung der Entwässerung vorgesehen.

Bruno Günkel, beim Landkreis Fulda zuständig für die Regionalentwicklung, lobt die sehr kooperative Zusammenarbeit mit der Firma "Wiegand", "Hessen Mobil" und der Polizei. Er geht davon aus, dass mit den neu entstehenden Stellflächen der Parkplatzbedarf im Bereich der Wasserkuppe an 320 bis 340 Tagen im Jahr gedeckt werden könne. Für den zusätzlichen Bedarf an Spitzentagen müssten flexible Park- und Bedienungsmöglichkeiten angeboten werden. Gemeinsames Ziel der Verantwortlichen sei es, bei den Besuchern ein positives Ankunftserlebnis am höchsten Punkt im Land der offenen Fernen entstehen zu lassen

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