Viele Katzenbabys: Seit über 50 Jahren für den Tierschutz im Einsatz

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Seit über 50 Jahren engagiert sich der Tierschutz Fulda und Umgebung für die Tiere im Landkreis.

Fulda - Egal ob heißer Sommertag oder kalte Winternacht, das Telefon des „Tierschutz Fulda und Umgebung“ kann jederzeit klingeln. Und das tut es auch. „Wir bekommen häufig Anrufe von Menschen, die ein Tier gefunden haben und nicht wissen, wo sie es unterbringen können oder auch von verzweifelten Tierbesitzer, die ihren Liebling vermissen“, berichtet Heike Schäfer, Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Häufig wird der Verein mit dem ansässigen Tierheim verwechselt. „Wir machen aber andere Arbeiten“, sagt Schäfer. Seit rund 50 Jahren kümmert sich der Verein, um das Wohl der Tiere, die nicht in ein Tierheim gebracht werden können. Nimmt Katzenkinder auf, die mit der Flasche gefüttert werden müssen, oder richtet für (Wild-)Tiere Futterstellen ein, sorgt sich um Einfangaktionen und lassen die Streuner kastrierten, um die Katzenpopulation einzudämmen. Der „Tierschutz Fulda und Umgebung“ arbeitet ausschließlich mit privaten Pflegestellen. Derzeit befinden sich 36 Pflegetiere verteilt auf elf Pflegestellen in der Obhut des Vereins. Da diese Tiere meist krank sind, eine Operation benötigen oder intensive Pflege brauchen, belaufen sich die Tierarztkosten im Jahr auf rund 40.000 Euro. „Das müssen wir alles aus der Vereinskasse zahlen, die sich nur über Spenden und Mitgliedsbeiträge füllt“, erklärt die Vorsitzende. Rund 220 Mitglieder zählt der Verein, Unterstützung durch öffentliche Gelder gibt es keine.

Die Chihuahua-Hündin Lilly, die als Dauerpflegekind bei Schäfer selbst untergebracht ist, ist ein ganz besonders zeit- und kostenintensives Tier. „Allein für die kleine Dame müssen wir rund 250 Euro im Monat ausgeben. Dazu kommt, dass sie Allergikerin ist und daher nur besonderes Futter und selbst gekochtes Essen kann“, berichtet Schäfer. Für Lilly sucht der Verein deshalb Paten, die bei der Finanzierung der Hündin helfen. „Gerne können Paten auch Zeit mit Lilly verbringen“, sagt Schäfer.

Tierschutz sei eine Mammutaufgabe, die Ehrgeiz und Durchhaltevermögen erfordere, manchmal, so Schäfer, mache er auch sehr müde. „Aber die vielen Erfolgsgeschichten sind es wert“, sagt die Mutter von zwei Töchtern, die beide die Tierliebe geerbt haben. Der „Tierschutz Fulda und Umgebung“ ist immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern und Pflegestellen. „Wer Lust hat, sich zu engagieren kann sich gerne bei uns melden“, so Schäfer. Auch über Interessenten für die vielen kleinen Katzenbabys freut sich der Verein. „Denn die Pflegestellen platzen aus allen Nähten“, so Schäfer. Rund 25 Mitglieder des Vereins leisten aktive Arbeit. Weitere Informationen zum Verein und zu den Vermittlungstieren gibt es unter www.tierschutz-fulda.de .

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