"Violeta" mit Hauptsitz in Schlitz hat wieder eine Zukunft 

"Schottener Soziale Dienste gGmbH" hat Geschäftsbetrieb übernommen / Erfahrungsaustausch mit SPD-Vertretern in Fulda

Fulda - Die "Schottener Soziale Dienste gGmbH" hat den Geschäftsbetrieb von "Violeta" mit Hauptsitz in Schlitz in einem Bieterverfahren aus der Insolvenzmasse übernommen und dadurch die Fortführung der wichtigen pädagogischen Arbeit gesichert. Die Geschäftsführung berichtete in der Geschäftsstelle der SPD in Fulda über ihre Motivation, sich in dieser schwierigen Situation als regionaler Träger zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen und den nun anstehenden Gesprächen und Aufgaben.

Zu dem Treffen hatte Landtagsabgeordnete Sabine Waschke und die frauenpolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion, Lisa Gnadl, eingeladen. Es nahmen Mitglieder der "Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre" teil.

"Violeta" kümmert sich um Mädchen und junge Frauen mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen. Die Mädchen mit zum Teil komplexen Problemen müssen untergebracht werden und brauchen intensive Betreuung durch Fachkräfte.   Für die Gesprächsteilnehmer wird ein regionaler und überregionaler Bedarf zum Schutz von Frauen gesehen, insbesondere wenn sie von Gewalt im Namen der Ehre bedroht sind. Notwendig sind vor allem in ländlichen Regionen niedrigschwellige Angebote wie Mädchentreffs als Zugang für Frauen zum Hilfesystem. Über das Phänomen Gewalt im Namen der Ehre ist noch umfassender zu informieren.

MdL Waschke empfiehlt, mit dem Schulamt Kontakt aufzunehmen und das Thema in einem Treffen aller Schulleiter erneut vorzustellen. Dringender Handlungsbedarf gebet es für Mädchen und Frauen mit Fluchtgeschichten, die in Gemeinschaftsunterkünften mit Männern nicht immer adäquat untergebracht werden können.

Waschke  will sich erneut für die Einrichtung einer adäquaten Unterkunft für Frauen einsetzen. Notwendig ist ihrer Meinung nach der Aufbau von landesweiten Strukturen für stationäre Krisen- und Schutzeinrichtungen von betroffenen Mädchen und jungen Frauen. Dies sollte analog der "LAG"-Frauenbüros, der "LAG"-Frauenhäuser oder der Täterarbeit geschehen.     

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