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Vogelsberger Milchbauern

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Groes Verstndnis fr Boykottaktion - "Ertrge decken die Kosten nicht annhernd"Vogelsbergkreis. Landrat Rudolf

Groes Verstndnis fr Boykottaktion - "Ertrge decken die Kosten nicht annhernd"

Vogelsbergkreis. Landrat Rudolf Marx hat "groes Verstndnis" fr die laufenden Boykottaktionen der Milchbauern. Er wnscht dem Protest den notwendigen wirtschaftlichen Erfolg, denn "ein Milchbauer muss mit seinen Ertrgen seine Familie ernhren knnen. Zurzeit decken die Ertrge die Kosten nicht annhernd", hebt der Landrat hervor.

Marx sieht die Situation der 540 Milchbauern im Kreisgebiet als "dramatisch" an. Ein durchschnittlicher Vogelsberger Betrieb produziere im Jahr etwa 240.000 Kilogramm Milch. Sinke der Literpreis um einen Cent, habe die Landwirtsfamilie mit einem Verlust von 2.400 Euro pro Jahr zu kmpfen.

Der Vogelsbergkreis brauche sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich gesehen "berlebensfhige" landwirtschaftliche Betriebe. Etwa 540 von den insgesamt 1900 landwirtschaftlichen Betrieben im Kreis sind Milcherzeuger, und fr die meisten dieser 540 Milchviehhalter ist der Verkauf von Milch die einzige Einnahmequelle. Wenn man sich vor Augen fhre, dass sich in den vergangenen beiden Jahren die Kosten fr Diesel, Kraftfutter und Dnger praktisch verdoppelt htten, erkenne man schnell, dass fr sinkende Milchpreise berhaupt kein Raum sei.

Neben dem "legitimen wirtschaftlichen Ertrag" sieht Rudolf Marx auch den Flei der Milchbauern, die im 12-Stunden-Takt die Produktion eines wichtigen Grundnahrungsmittels sicher stellten. Darber hinaus sei Milchviehhaltung immer auch ein Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft, was oft bersehen werde, so Marx. Volkswirtschaftlich betrachtet gehe es fr den Vogelsbergkreis auch darum, die Wertschpfung in der Region mglichst anzuheben und nicht abzusenken. Die heimischen Milchbauern produzierten rund 129 Millionen Kilogramm Milch. Ein Cent weniger Ertrag fr den Liter bedeute: das Volkseinkommen der Region sinkt um 1,3 Millionen Euro.

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