Voller Tatendrang: Neue Bürgermeisterin von Geisa will agieren statt regieren

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Manuela Henkel, die neue Bürgermeisterin von Geisa, im Gespräch mit „Fulda aktuell“-Redaktionsleiter Bertram Lenz.

Manuela Henkel ist die neue Bürgermeisterin von rund 4.700 Menschen in Geisa.

Geisa - Manuela Henkel (CDU) aus Kranlucken ist neue hauptamtliche Bürgermeisterin von Geisa. Somit hat Geisa, das rund 4700 Einwohner zählende Städtchen in der thüringischen Rhön, zum ersten Mal eine Bürgermeisterin. Mit 76 Prozent der Stimmen hatte Henkel Mitbewerber Matthias Breitenbach weit hinter sich gelassen.

3.864 Wahlberechtigte waren zum diesjährigen Urnengang aufgerufen, die Stadt war in neun Stimmbezirke aufgeteilt worden. Am 28. Januar tagte der Wahlausschuss und befand die Wahl für rechtskräftig. Am 29. Januar konnte Henkel ihr Amt bereits antreten. Privat Die 44-Jährige hat vier Kinder, ist verheiratet und war bisher ehrenamtliche Bürgermeisterin der Nachbargemeinde Schleid.

Dort ist ihre Familie seit zirka 200 Jahren im Besitz eines Hofes. „Mein Herz hängt an der Rhön“, so die neue Bürgermeisterin: „Und auf dem Hof habe ich auch noch einen alten Gemüsegarten, in dem ich ab und zu rumwühle, um auch einfach bodenständig zu bleiben“. Nach ihrer abgeschlossenen Lehre zur Bankkauffrau in Fulda arbeitete sie zunächst als Kreditreferentin in der „Bank Schilling“. Während dieser Zeit absolvierte sie außerdem bei der „Bankakademie Fulda/Frankfurt“ ein berufliches Studium zur „diplomierten Bankbetriebswirtin“.

Anschließend orientierte sich die 44-Jährige um und arbeitete für den „Caritasverband“ der „Diözese Fulda“ als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und im Marketing. „Das war für mich eine sehr spannende Zeit und ist sicherlich ein Vorteil, als Bürgermeisterin schon verschiedene Sachgebiete kennengelernt zu haben“, erklärt Henkel. So konnte sich die neue Bürgermeisterin unter anderem Einblicke in die Kinder- und Jugendarbeit, die Behinderten - und Altenhilfe und andere soziale Angebote verschaffen. Nach der Zeit beim „Caritasverband“ entschied sich Henkel erst einmal bewusst für ihre Kinder und Zeit für die Familie.

Währenddessen arbeitete sie dennoch nebenbei als freie Mitarbeiterin für verschiedene Presseorgane. „Auch das war wichtig. Es war eine gute Zeit, und ich glaube, dass Kinder die besten Lehrmeister für das Leben sind“, lacht Henkel. Außerdem seien ihre Kinder eine Bereicherung für verschiedene aktuellen Aufgaben: „Durch Kinder bleibt man immer aktuell und am Puls der Zeit“, erzählt die Bürgermeisterin weiter. Auch soziale Medien wie beispielsweise „Facebook“ hat die 44-Jährige dank ihrer Kinder gut im Blick. „Aber so wichtig die sozialen Medien auch sind, sie ersetzen nie das persönliche Gespräch“, ergänzt sie.

Bürgermeisteramt Am wichtigsten sind der neuen Bürgermeisterin ein respektvoller Umgang, Ehrlichkeit und Vertrauen, denn nur so könne eine Gemeinschaft gut zusammen leben. Bereits im Wahlkampf hatte Henkel zu Bürgerstammtischen eingeladen, um sich mit den Bürgern auszutauschen und aktiv auf Vorschläge und Probleme einzugehen. „Man muss die Ärmel hoch krempeln, die Menschen mitnehmen und machen, wenn man etwas erreichen möchte“, so die Bürgermeisterin: „Es nützt das schönste Vereinsheim nichts, wenn es nicht mit Leben gefüllt wird“.

Die Bürgerbeteiligung ist Henkel sehr wichtig. „Es wurde bei diesen Stammtischen debattiert und diskutiert, und so sollte Demokratie ablaufen. Es waren spannende, lebendige Abende“, bilanziert die 44- Jährige. 20 Prozent der Wahlbeteiligten nahmen an diesen Bürgerstammtischen teil. Auch weiterhin setzt die Bürgermeisterin auf die Beteiligung der Bürger. Sie möchte in einem guten Miteinander aller Bürger, Vereine und Verbände die Stadt weiter entwickeln. „Jeder soll ernst genommen werden. Das Bürgermeisteramt sehe ich als hohe Verantwortung und Verpflichtung im Dienste der Bürger und des Gemeinwohles“, so Henkel zum Abschluss.

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