Vom Brot zur warmen Mahlzeit: „Fuldaer Rose“ geht an das Projekt „Hafen Lutherkirche“ Fulda

„Fuldaer Rose“: Pfarrerin Anke Mölleken nahm den Preis des SPD-Stadtverbandes Fulda von Bernhard Lindner (links) und Thomas Bobke entgegen.
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„Fuldaer Rose“: Pfarrerin Anke Mölleken nahm den Preis des SPD-Stadtverbandes Fulda von Bernhard Lindner (links) und Thomas Bobke entgegen.

Der SPD-Stadtverband Fulda freut sich, die „Fuldaer Rose“ 2020, Preis für Zivilcourage, einem wichtigen Projekt im Fuldaer Südend überreichen zu können.

Fulda. „Endlich haben wir die Gelegenheit die Fuldaer Rose den Preisträgern von 2020 zu überreichen – coronabedingt leider nicht in dem würdigen Rahmen. Erhalten bleiben die Bedeutung, Anerkennung und Würdigung für die Leistung, die mit unserer Fuldaer Rose verbunden ist“, so der Co-Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Fulda, Thomas Bobke.

Unter dem Namen „Hafen Lutherkirche“ wird das Wirken der evangelischen Lutherkirche als Familienzentrum und Stadtteiltreff zusammengefasst. Diese schon lange existierende und immer noch erfolgreiche Arbeit wollen der SPD-Stadtverband Fulda heute würdigen und auszeichnen.

Menschen aus der Anonymität oder Einsamkeit zu holen und die Hilfe zur Selbsthilfe waren wichtige Anliegen für den Gründer des Familienzentrums, Pfarrer Mati Fischer, erläutert Bernhard Lindner in seiner Laudatio. Seine Nachfolgerin, Pfarrerin Anke Mölleken, führe diese Arbeit in gleichem Sinne erfolgreich fort. Im Laufe der Zeit entstanden eine Kita und weitere familienunterstützende Maßnahmen, ergänzt mit einer Nachmittagsbetreuung. Ziel war vor allem das Erlernen sozialer Kompetenzen. Zentraler Treffpunkt ist das Mittagessen. War es anfangs 2015 das Brote schmieren, so ist es heute das Kochen einer täglichen warmen Mahlzeit für alle, die kommen, nicht nur Gemeindeglieder. So ist schon jetzt die Küchenarbeit auch Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. All dies ist nicht möglich ohne helfende Hände und planende Köpfe. Deshalb geht unser Dank und Anerkennung an das Küchenteam mit sieben Frauen, an drei Hausmeister, zwei Alleskönner und zehn Ehrenamtliche. Sie werden beraten, betreut und unterstützt von fünf Hauptamtlichen – darunter der Pfarrerin, den Mitarbeiterinnen des Pfarrbüros und der Sozialpädagogin.

In ihren Dankesworten verglich Mölleken die Arbeit des Projekts „Hafen Lutherkirche“ mit den St.-Martins-Umzügen. Der Heilige Martin habe den armen Mann am Straßenrand wahrgenommen und ihm geholfen. Genau das sei der Kern dieses Projektes: Man wolle die Menschen in Südend wahrnehmen, sie zusammenbringen, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Heraus-

lösen aus ihrer gesellschaftlichen Anonymität, das gelte insbesondere für Geflüchtete in der Unterkunft in der Frankfurter Straße. Das Südend sei ein vielschichtiger Stadtteil mit vielen Herausforderungen, die man gerne annehme. Die Pfarrerin nahm den Preis „für alle ehrenamtlich und hauptamtlich in diesem Projekt Tätigen an“.

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