Von den erfüllten Träumen einer glühenden Italien-Liebhaberin 

Sehnsuchtsland Italien: Petra von Eitzen kam bestens vorbereitet zum Gespräch mit „Fulda aktuell“-Redaktionsleiter Bertram Lenz.  
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Sehnsuchtsland Italien: Petra von Eitzen kam bestens vorbereitet zum Gespräch mit „Fulda aktuell“-Redaktionsleiter Bertram Lenz.  

Eigentlich hätte es ein Gespräch über die Herausforderung sein sollen, vor dem Corona-Hintergrund anderen Menschen die Kenntnisse einer Sprache zu vermitteln. Dann aber bekam das Treffen mit Petra von Eitzen bei „FULDA AKTUELL“ eine unerwartete Wendung durch ihre Äußerung, wie schön es doch sei, nach 33 Jahren denjenigen Jungen wieder getroffen zu haben, in den sie sich einst bei einer Klassenreise verliebt hatte. Inzwischen wohnen beide zusammen in Fulda.

Fulda Doch der Reihe nach: Mit 14 Jahren lernte die in Hamburg geborene von Eitzen bei einer Klassenfahrt in Hermeskeil bei Trier einen damals knapp 16-Jährigen aus Fulda kennen, der das Marianum besuchte. Beim tränenreichen Abschied am Trierer Bahnhof habe er ihr zugerufen: „Wir werden uns wiedersehen“, wobei niemand von ihnen ahnen konnte, dass 33 Jahre vergehen würden.

„Seine Mutter hatte nämlich auf dem Dachboden einen Brief von mir gefunden, den ich ihm vier Jahre nach unserem Abschied geschrieben hatte. Sie gab ihm den Brief, und über Umwege hat Dirk meine Nummer herausgefunden und mich einfach angerufen. Zuerst konnte ich mit seinem Namen nichts anfangen, doch erst als er sagte, ,Hier ist der Schui‘ wusste ich Bescheid“. Was folgte, waren zwei lange Telefonate, „und dank großer Neugierde und meiner angeborenen Spontanität war ich kurz darauf das erste Mal bei ihm in Fulda. Amors Pfeil traf uns wieder, und nach zwei Jahren Fernbeziehung zog ich 2015 mit zweien meiner drei Kinder zunächst nach Künzell und dann drei Jahre später nach Fulda“.

Neben der Liebe zu ihrem Lebensgefährten Dirk Schumacher und zu ihren drei Kindern ist es die Liebe zu Italien, über die man mit Petra von Eitzen ausgiebig sprechen kann. „Kurz vor dem Abitur machte ich einen Sprachkurs in London und lernte dort eine gleichaltrige Italienerin aus Varese kennen, das übrigens nahe von Como, der Partnerstadt von Fulda, liegt. Durch diese Freundschaft entstanden gegenseitige Besuche, die Menschen dort begeisterten mich und brachten mich dazu, in Hamburg an einem Italienisch-Anfängerkurs teilzunehmen.“

Nach ihrer Ausbildung in einem großen Hamburger Modeunternehmen arbeitete von Eitzen mit 21 Jahren als Abteilungsleiterin mit Ausbildertätigkeit und entschied sich später dafür, zu einem Mailänder Krawattenfabrikanten zu wechseln. „Mit meinem Temperament, meiner Emotionalität und meiner Spontanität fühlte ich mich in Italien sofort zu Hause“. Über gemeinsame Freunde lernte sie ihren italienischen Mann kennen und lieben. Es folgten Hochzeit, ein Umzug nach Turin, drei Kinder, der Umzug zurück in die Nähe von Varese, später die Trennung vom Ehemann und schließlich die Rückkehr mit den drei Kindern nach Buxtehude.

Italienisch ist für die 55-Jährige eine „gesangsmelodische , weiche und wunderschöne“ Sprache, die die Mentalität der Menschen ausdrücke. „Ohne diese Sprache könnte ich mir mein Leben nicht vorstellen, sie ist längst ein Teil von mir geworden“. Beim „Italienischen Kulturinstitut Hamburg“ (Istituto Italiano di Cultura Amburgo) legte von Eitzen eine Prüfung mit dem Zertifikat CILS C2 ab. Dies ist das höchste Kompetenzlevel von den sechs international anerkannten Sprachniveaus (A1 bis C2) und entspricht dem zweiten Staatsexamen und „Muttersprachler-Niveau“.

Ihre mehrjährige Tätigkeit als Dozentin für Italienisch an der „VHS“ in Buxtehude und an der „KVHS“ Hamburg setzte die Liebhaberin jeglicher italienischer Musik in Fulda bis März 2020 erfolgreich fort. Dann kam die Pandemie…

Von Eitzen: „Eine Krise wie die Corona-Pandemie zwingt uns immer zu Veränderungen. Ich gab vor dem Corona-Ausbruch in Fulda elf Italienischkurse für gut 80 Frauen und Männer. Plötzlich kam es zum Stillstand. Mit ein paar Teilnehmern setzte ich den Unterricht privat als Videosprachkurs fort, bevor ich mich von der ,VHS‘ trennte“.

Heute bietet sie die Möglichkeit an, Italienisch von Beginn an zu lernen, sich zu verbessern oder zu vertiefen. Dies in Präsenz und/oder online, als Einzel- oder Gruppenunterricht mit individuell angepassten Methoden. Der Einstieg ist ohne Anmeldegebühr jederzeit an zwei Standorten in Fulda möglich: Einer für die Abendkurse zentral, der andere für tagsüber zentrumsnah.

Darüber hinaus bietet sie auch Crashkurse für bestimmte Anlässe oder Themen wie einen zweitägigen Vorbereitungskurs für eine Italienreise an. Hierbei werden die Basics an Vokabeln und dem Satzbau für die Kommunikation vermittelt und anhand der Unterlagen praktiziert. Angedacht ist derzeit, ab 2022 auch Studien-/Sprachreisen nach Italien unter ihrer Leitung durchzuführen.

Weitere Infos gibt es bei Petra von Eitzen, Telefon 0172/ 6942156 oder auch per E-Mail an petravoneitzen@icloud.com

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