Wegen Eichenprozessionsspinner: 1.700 Bäume im Fuldaer Stadtgebiet besprüht

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Eine Fachfirma versprühte bei geeigneter Witterung das Biozid auf gefährdete Eichenbäume – wie hier am Niesiger Sportplatz.

Stadt Fulda hat Vorsorgemaßnahmen gegen die Raupe abgeschlossen

Fulda - Die vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch die Ausbringung eines Biozids an gefährdeten Bäumen im Stadtgebiet Fulda ist jetzt erfolgreich abgeschlossen worden. Nach witterungsbedingten Verzögerungen konnten nun insgesamt rund 1.700 Eichenbäume mittels Sprühverfahren behandelt werden.

Die Stadt Fulda hofft jetzt, dass die Ausbreitung der Raupen, die im vergangenen Jahr erstmals massiv im Raum Fulda aufgetreten sind und deren Brennhaare gefährliche allergische Reaktionen auslösen können, mit den Maßnahmen wirksam eingedämmt werden konnte.

Für die Bekämpfungsmaßnahmen wurden durch das "Amt für Grünflächen und Stadtservice" im Vorfeld gezielt stark frequentierte Eichenstandorte an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, Spielplätzen, Fried- und Schulhöfen, sowie Freiflächen von Kindertagesstätten festgelegt und eine Fachfirma mit dem Besprühen beauftragt. Für Einsatzleiter Johannes Kömpel war das Hauptproblem bei der Umsetzung der Maßnahmen die Witterung, da das auch für den Ökolandbau zugelassene Mittel "Foray ES" nur unter guten Wetterbedingungen wirksam eingesetzt werden kann.

Auch die Blattentwicklung der Eichen und die Larvenausbildung des Eichenprozessionsspinners waren in diesem Jahr aufgrund des Kälteeinbruchs etwas gebremst, so dass der Start der Bekämpfungsmaßnahme einige Male kurzfristig verschoben werden musste.

„Es ist dank der guten Vorbereitung und des persönlichen Einsatzes unserer Mitarbeiter alles planmäßig verlaufen. Jetzt müssen wir erst einmal abwarten und kontrollieren, wie wirksam die Raupen bekämpft werden konnten und wo wir eventuell noch nachsteuern, d.h. absaugen müssen“, erläuterte der Leiter des "Amts für Grünflächen und Stadtservice", Stefan Retter. Ein solches kombiniertes Verfahren ist nach Aussage des Amts für Grünflächen und Stadtservice der Regelfall, da nicht alle städtischen Eichenstandorte einen Gefahrenschwerpunkt darstellen und daher einige Bäume unbehandelt geblieben sind.

Gespinstnester oder Raupen an Eichenbäumen entlang öffentlicher Anlagen oder Wege in der Stadt Fulda, die auf Eichenprozessionsspinner hindeuten, können über das Bürgerbüro unter Telefon (0661) 102-0 oder -1111 der Stadt gemeldet werden (Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr; Freitag von 8 bis 15 Uhr).

Auf der Homepage der Stadt Fulda (www.fulda.de) stehen zusätzlich weitere Informationen zum Download bereit. Das Amt für Grünflächen und Stadtservice warnt noch einmal ausdrücklich vor der eigenmächtigen Beseitigung der Eichenprozessionsspinnerraupen oder deren Nester. Sollte es nach Kontakt zu Haut- oder Atemwegreizungen kommen, so sollte umgehend der Hausarzt beziehungsweise der ärztliche Notdienst aufgesucht werden.

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