Vorteil Bonifatius - Uniplatz-Umbau

Von Norman Krtge Fulda. Die steinernen Standbilder von Bonifatius und des Heiligen Benedikt auf dem Fuldaer Borgiasplatz blickten zuletzt

Von Norman Krtge

Fulda. Die steinernen Standbilder von Bonifatius und des Heiligen Benedikt auf dem Fuldaer Borgiasplatz blickten zuletzt neidisch in Richtung Universittsplatz. Dieser soll im Rahmen umfangreicher Baumanahmen zum Schmuckstck werden (wir berichteten). Jetzt scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Um Bonifatius und Benedikt herum wird wahrscheinlich schon in den nchsten Monaten eifrig gewerkelt, whrend der Uniplatz noch ein bisschen lnger auf seine Schnheitskur warten muss.

Was Bonifatius und Benedikt freuen drfte, hat im Fuldaer Stadtschloss allerdings zu Sorgenfalten gefhrt. Denn die Ursache fr den Platzwechsel liegen unter anderem in noch nicht endgltig gelsten Detailfragen zwischen Karstadt und dem Investor Q-Park, der die neue Tiefgarage unter dem Uniplatz bauen will. Eigentlich htte schon vor Weihnachten der Vertrag zwischen der Stadt, Q-Park sowie Karstadt unter Dach und Fach sein sollen.Hintergrund ist offensichtlich, dass Investor Q-Park den Rotstift angesetzt hat. Hinzu kam die Nachricht, dass die Statik der Tiefgarage des Uniplatzes nicht die beste ist die Tragfhigkeit ist in Frage gestellt. So knnte es zu erheblichen Mehrkosten kommen, die der Investor nicht stemmen mchte.Nach Aussage von Oberbrgermeister Gerhard Mller wird nun ber Alternativen verhandelt. Eine davon hat den Borgiasplatz in den Mittelpunkt gerckt. Dort soll jetzt der versenkbare Aufzug zur Belieferung von Karstadt gebaut werden, der zunchst am Jesuitenplatz geplant war. Vorteil: Die Lkw, wrden nicht mehr ber den Universittsplatz rollen.Im Rahmen dieser Bauarbeiten soll dann auch der gesamte Borgiasplatz neu gestaltet werden. Das wre zu einem spteren Zeitpunkt sowieso geplant gewesen, da die Oberflche schadhaft ist. Wir ziehen das jetzt vor, sagt Mller. Grob geschtzte Kosten fr die Stadt: etwa eine Million Euro.Offen ist derzeit allerdings, wann es zu einem Vertragsabschluss kommt. Ich kann nicht sagen wann weier Rauch aufsteigt. Die Beteiligten scheinen aber auf einem guten Weg zu sein, berichtet Mller. Er hofft auf ein Ende der internen Diskussionen im Mrz.Extern holen die politischen Fraktionen jetzt allerdings zu offener Kritik aus. SPD, CWE und die Grnen fordern, dass komplette Verfahren neu aufzurollen. Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne, meint Grnen-Fraktionsvorsitzender Ernst Sporer. Nun knne ein Konzept entwickelt werden, das die Bedrfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt, und nicht von Interessen eines Konzerns diktiert wird. Darber hinaus stellen sich die Grnen die Frage, wer fr die mangelhafte Untersuchung der Bausubstanz auf dem Uniplatz verantwortlich ist. Das ist eine echt bse berraschung, so die Grnen. Deshalb fordern sie auch, sofort geeignete Schritte zu unternehmen, um gefhrdete Platzbereiche fr den Schwerverkehr zu sperren. Fr Oberbrgermeister Gerhard Mller ist diese Manahme indes nicht erforderlich. Nicht in der Diskussion befindet sich nach Aussage von Mller brigens das geplante Geschftsgebude an der Ecke Universittsplatz/ Rabanusstrae.

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