Frankfurter arbeitet für zwei Monate im Hünfelder Künstlerturm

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Dirk Hülstrunk wird von Mitte Oktober bis Mitte Dezember in Hünfeld künstlerisch tätig sein

Hünfeld - Die Jury hat entschieden: Der Künstler Dirk Hülstrunk aus Frankfurt wird innerhalb des Projektes „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ zwei Monate im Künstlerturm in Hünfeld leben und arbeiten. Er hat damit eines der fünf Stipendien erhalten, die der Hessische Literaturrat mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgeschrieben hatte.

Dirk Hülstrunk kommt aus Frankfurt und ist gespannt auf die Zeit in Hünfeld, die Mitte Oktober startet. Der 54-Jährige arbeitet unter anderem als Autor, Klangkünstler, Sound Poet, Dozent und Moderator. „Gerade als urban und international arbeitender Künstler interessiert es mich besonders, eine Region kennenzulernen, die zwar geografisch nicht fern ist, mit der ich aber bisher kaum Berührungspunkte hatte“, erklärt Hülstrunk.

Erster Stadtrat Stefan Schubert freut sich auf die Premiere des Projekts in Hünfeld. „Dirk Hülstrunk hat in der Stadt Hünfeld die Gelegenheit, in einer besonderen Umgebung neue Impulse zu bekommen. Ziel des Projekts ist eine intensive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit den kulturellen und städtischen Akteuren und der Bevölkerung“, erklärt Schubert. Hülstrunks Projektidee für das Stipendium in Hünfeld mit dem Titel „Der fremde Ton/Vorübergehend fremd“ hat die Jury überzeugt.

„Es ist ein experimenteller Selbstversuch über Fremdheit. Dabei möchte ich die eigene Perspektive mit fremden Perspektiven literarisch verschränken“, verdeutlicht der Frankfurter. „Der fremde Ton/Vorübergehend fremd“ verstehe sich als experimentelles poetisches Dokumentarprojekt auf der Basis von Gesprächen, Interviews sowie sprachlichen, klanglichen Fundstücken. Hülstrunk als „Großstadtmensch“ freut sich, dass ihm in Hünfeld die Möglichkeit gegeben wird, sich als „vorübergehend Fremder“ auf eine Spurensuche in Region und Kultur einzulassen, die zugleich nah und sehr fern ist.

Ideen für seinen zweimonatigen Aufenthalt in Hünfeld hat er viele. Beispielsweise möchte er sich auf die Suche nach dem „fremden“ Ton machen – den Klang der Sprache und des Dialektes etwa. Er möchte beobachten, zuhören, Material sammeln und recherchieren. „Ausgehend von lyrischen Texten und Collagen/Kurzprosa wäre auch ein Hörspiel oder eine Text-/Klang-Installation denkbar“, sagt Hülstrunk.

„Als interaktiv arbeitender Künstler bringe ich mich gerne in die lokale Kulturszene ein und biete Lesungen, Workshops, Performances, Audioinstallationen oder Gespräche an“, verdeutlicht der 54-Jährige. Ihn interessiere zudem die lokale Vereinsszene, in der Traditionen gepflegt werden, die in der Großstadt kaum noch eine Rolle spielten.

Innerhalb des Projektes „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ wird Hülstrunk von Mitte Oktober bis Mitte Dezember im Hünfelder Künstlerturm leben. Dabei arbeitet der Stipendiat eng mit der Stadt Hünfeld und den örtlichen Kulturschaffenden zusammen. Der Autor soll sich in den zwei Monaten aktiv in das Geschehen der Stadt Hünfeld einbringen. Workshops und Lesungen sollen beispielsweise angeboten werden, ein literarischer Text mit Bezug zur Stadt soll entstehen und eine Abschlusslesung stattfinden.

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