Vorzeigeprojekt von Globus, Stadt Fulda und Pestalozzischule

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"Wir gestalten unsere Schule" - unter diesem Motto führten die drei Träger eine tolle Projektwoche durch.

Fulda. Alles begann damit, dass vor kurzem zwei Schüler der Fuldaer "Pestalozzischule"  mit dem Wunsch an ihren Lehrer Michael Ebert herantraten, gemeinsam doch ein Baumhaus zu bauen.  Der war von der Idee begeistert, sah aber gewisse Schwierigkeiten bei der Realisierung des ehrgeizigen Projekts. Dennoch wandte sich Ebert an den stellvertretenden Marktleiter des "Globus"-Baumarktes in Petersberg, Thomas Kuchenbrod, der sofort Feuer und Flamme für das Unterfangen  war. Zumal die "Globus"-Zentrale im saarländischen Völklingen pro Jahr deutschlandweit eine Baumpflanzaktion sponsert  und zusätzlich noch zwei große Sozialprojekte mit ihrer Manpower (Azubis, Betreuer, Verpflegung und Übernachtung) unterstützt.  Das Übrige wird durch den Baumarkt vor Ort übernommen. Für den Petersberger "Globus" waren dies im aktuellen Fall das Holzhaus, der Gartenkamin, die Farbe für das Spielfeld und die Kreuzung sowie die Wandfarbe für den Flur.So führte also die "Pestalozzischule" unter der Ägide der beiden Initiatoren Ebert und Kuchenbrod mit allen 40 Schülern und rund zehn Lehrern der "Haupt- und Berufsorientierungsstufe" (HBO) unter dem Motto "Wir gestalten unsere Schule" eine ebenso außergewöhnliche wie begeisternde Projektwoche durch.  "Dank der Großzügigkeit der Firma ,Globus’  haben wir die Chance bekommen, nicht nur Sachspenden, wie ein Chillhaus, einen Grill und Farbe für eine Verkehrskreuzung entgegenzunehmen. Zusätzlich unterstützen uns auch noch 20 Azubis von ,Globus’ und deren Betreuer bei den unterschiedlichsten Projektarbeiten", zeigte sich Irmgard Schneider,  Leiterin der "HBO" an der "Pestalozzischule" hochzufrieden.  Es wurde gewerkelt, gebastelt, gehämmert und gebaut – und auch das Wetter spielte mit, als Schüler und Lehrer zusätzlich zur normalen Kleidung in Arbeitshosen, - schuhe und -handschuhe schlüpften und den Grill aus Betonfertigteilen zusammenbauten, das Gartenhaus montierten, Rohre durch den Sandkasten verlegten, das "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Spielfeld und Figuren für den Pausenhof herstellten, eine Kreuzung und Zebrastreifen für die Verkehrserziehung im Schulhof aufmalten, Bänke aus Paletten bauten, Vorhänge  und Kissen für die Hütte herstellten, den Flur strichen, die Tischtennisplatte restaurierten, für einen Versorgungsservice sorgten, Geschenke für die Übergabefeier bastelten und eine Dokumentation erstellten. Sogar der Hausmeister Matthias König, der ehemalige Rektor Klaus Mollenhauer und der aktuelle Schulleiter Markus Pötz waren voll in die Arbeiten mit eingebunden.  Die Stadt Fulda stellte mit Michael Mayer einen Schreiner und war zudem mit Marcus Schlag vom Gartenbauamt in die vorbereitenden Arbeiten ideell und finanziell miteingebunden.  Nicole Höltz von der "Globus"-Zentrale hatte als zuständige Referentin 20 Auszubildende von insgesamt 507 aus den diversen "Globus"-Märkten mit nach Fulda gebracht, das Projekt wurde von Michaela Schlaiss von der "TOP-Beratungsgesellschaft" organisatorisch begleitet."Das ganze Projekt stand auf drei Säulen – denen von ,Globus’, der Stadt Fulda und der ,Pestalozzischule", die großzügig und kooperativ den inlusiven Gedanken unterstützten", sagt Pädagoge Ebert. "Gerade an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf, wo sich gesellschaftliches und soziales Engagement treffen, stand bei diesem Projekt das gemeinsame Miteinander im Mittelpunkt des handwerklichen Handelns und Arbeitens  der drei Beteiligten. Und dieses hat bestens und vorbildlich in unserer Förderschule funktioniert. "

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